Kantonsrat
Alternative Liste strebt zwei Sitzgewinne und Fraktionsstärke an

Die Alternative Liste des Kantons Zürich will bei den Kantonsratswahlen vom 12. April Fraktionsstärke erreichen. Die zwei dazu nötigen zusätzlichen Sitze will die AL in Winterthur und in Zürich-Nord holen.

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Der Kantonsrat Zürich.

Der Kantonsrat Zürich.

Keystone

Die drei bisherigen Kantonsratsmitglieder Markus Bischoff, Kaspar Bütikofer und Judith Stofer stellen sich zur Wiederwahl. 170 weitere Kandidatinnen und Kandidaten bemühen sich zudem um einen Sitz im Kantonsparlament. Bischoff kandidiert auch für den Regierungsrat.

Bei den Zürcher Gemeinderatswahlen vor einem Jahr habe die AL ihren Wähleranteil um 55 Prozent steigern können, sagte Kantonsratskandidatin Laura Huonker. Einen ähnlichen Zuwachs erhoffe sich die Partei auch bei den kantonalen Wahlen.

Das Ziel sei ehrgeizig, aber nicht unrealistisch, sagte Huonker. Immerhin habe die AL in allen Bezirken volle Listen eingereicht, vielerorts mit lokal verankerten Kandidatinnen und Kandidaten.

Das Durchschnittsalter der Kandidierenden beträgt 44 Jahre, der Anteil der Frauen liegt bei 45 Prozent. Das Budget für die gesamte Kampagne beträgt 110'000 Franken. Geplant ist, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten.

Zusammenarbeit mit Grünen "hervorragend"

In den vergangenen zwei Legislaturen hatten die AL-Kantonsräte Gastrecht in der Fraktion der Grünen. Sie hätten enorm vom Know-how der Grünen in Umwelt- und Verkehrsthemen profitiert und die Zusammenarbeit in der Fraktion sei hervorragend, sagte Kantonsrätin Judith Stofer.

Wenn die AL am 12. April Fraktionsstärke erreiche, werde sie die Fraktion der Grünen "mit einem tränenden Auge" verlassen. Mit einer eigenen Fraktion könne jedoch ein stärkeres Profil erlangt werden.

Die Frage, ob und in welchem Ausmass die SKOS-Richtlinien im Kanton Zürich verbindlich sein sollen, ist laut Stofer ein Schwerpunkt in der Sozialpolitik. In der Gesundheitspolitik will sich die AL gegen die geplanten Privatisierungen der öffentlichen Spitäler stellen.

In der Bildungspolitik stehe die Bildungsinitiative im Fokus, die den kostenlosen Zugang zu allen öffentlichen Bildungseinrichtungen im Kanton Zürich verlangt. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werde einen wichtigen Platz in der Politik der AL einnehmen, sagte Stofer.