Bischoff wurde von der Vollversammlung als "die ideale Nummer 1" auf den ersten Listenplatz gesetzt, wie die AL am Donnerstag mitteilte. In einem beherzten Wahlkampf für den Zürcher Regierungsrat habe der 59-Jährige bewiesen, dass er weit über die Linke hinaus Stimmen mobilisieren könne. Die Chancen stehen gut, dass die AL im Herbst für einen Sitz links der SP sorgen könnte.

Bischoff sitzt seit acht Jahren im Zürcher Kantonsrat, wo er zwischenzeitlich auch die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) geleitet hatte. Ausserdem ist er Präsident des Zürcher Gewerkschaftsbundes (GBKZ). Er sei der perfekte AL-Kandidat für ein Mandat in Bern, schreibt die Partei.

Die AL präsentiert für die Wahlen am 18. Oktober eine Liste mit 17 Frauen und 18 Männern und einem Durchschnittsalter von 46 Jahren. Die Plätze 2 und 3 nehmen die 28-jährige Studentin und Gemeinderätin Ezgi Akyol und der 53-jährige Gemeinderat und Kommunikationschef des Zürcher Mieterverbands Walter Angst ein.

Da sich Ergebnisse von kantonalen Wahlen erfahrungsgemäss bei nationalen Wahlen bestätigen, könnte die AL im Herbst erstmals seit 16 Jahren wieder für den Kanton Zürich einen Sitz links der SP gewinnen. Bei den Kantonsratswahlen im April steigerte die Partei ihren Wähleranteil von 1,6 auf 3 Prozent und erhöhte ihre Sitzzahl von 3 auf 5.