Albisrieden-Altstetten

Alte Gebäude sollen Neubauten nicht weichen müssen

Das Hochbaudepartement Zürich hat am Dienstagabend zu einer öffentlichen Führung eingeladen. Anwohner und Interessierte erhielten Einblick in bisherige, sowie zukünftige Bauprojekte im Gebiet Albisrieden-Altstetten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Stadterneuerung erleben – Führungen durch Zürichs Entwicklungsgebiete» stand am Dienstagabend das Zürcher Quartier Albisrieden-Altstetten im Mittelpunkt. Ziel der Veranstaltung: Eine Plattform für den Dialog zwischen Stadt und Quartier zu schaffen - nur so würden Verständnis und Interesse der Bevölkerung für weitere Bauprojekte geweckt.

Der öffentliche Rundgang erstreckte sich vom Albisriederhaus bis zum Bahnhof Altstetten. Altstetten ist als Arbeitsplatz- und Wohngebiet ein stetig wachsendes Quartier in Zürich. Das Thema Städtebau und dessen attraktive Gestaltung ist somit hochaktuell. 

Der Architekt und beim Amt für Städtebau tätige Stephan Bleuel informierte über die Baupläne in diesem Quartier und zeigte auch einige bereits erfolgreich umgesetzte Beispiele. 

Neu soll alt attraktiver werden lassen 

Das Motto «alt und neu soll Hand in Hand gehen» wird während der Führung immer wieder von Bleuel erwähnt. In der Nähe des Albisriederhauses ragen in einem Wohnquartier neben Altbauwohnungen Neubauten in die Höhe. «Diese Kombination von neu und alt ist strategisch wertvoll für den Städtebau», sagt Bleuel. Das Alte, und somit auch ein Teil Zürcher Geschichte, soll nicht radikal eliminiert werden, sondern das Neue soll den Standort attraktiver machen. Eine Neuüberbauung mit Park und Fussweg neben günstigen Wohnungen, welche bestehen bleiben und auch vom neuen Standort profitieren, sei eine gelungene Lösung.

Auch der Chilehügel wurde nach diesem Konzept umgestaltet: Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde hat alt und neu vereint. Neben der frühromanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert wurde 1942 die grosse Kirche erbaut. 

Begegnungsorte müssen gepflegt werden 

Eine der derzeit grössten Baustellen der Stadt Zürich ist das Freilagerareal in Albisrieden. Angrenzend an eine Grünzone mit dem Gemeinschaftszentrum Bachwiesen entsteht hier ein idealer Ort für ein Wohngebiet mit Begegnungsort vor der Haustür. Stephan Bleuel betont: Für eine dichte Erbauung brauche es vor allem öffentliche Verkehrsmittel und Parkanlagen als gemeinschaftliche Begegnungsorte. 

Auch der Lindenplatz und der Bahnhof Altstetten seien solche Orte, welche jedoch noch idealer miteinander verbunden werden müssen. Vom Lindenplatz, dem Herzstück des Quartieres, gelangt man zu Fuss über die Altstettenstrasse bis hin zum Bahnhof. Man müsse diesem Verbindungsweg ein neues «Outfit» verpassen, erklärt Bleuel. Fusswege seien für die Stadt äusserst wichtig. Einerseits würden sie vor Verkehrszumauerung schützen, andererseits sei die Stadt für eine Nutzungsvielfalt des Quartiers verantwortlich. 

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