Leichtathletik-EM Zürich
Als Körbchenträger an der EM: «Es war toll, den Stars so nahe zu sein»

Der 12-jährige Jonas Rothbrust erzählt von seinem Einsatz am Schlusstag der Leichtathletik-EM. Bei drei Disziplinen durfte er als Körbchenträger der Stars dabei sein.

Carolin Teufelberger
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Jonas und die anderen Kinder tragen die Boxen in die Garderobe der Athleten
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Jonas Rothbrust trägt sein Kistchen in die Garderobe, während sich die Athletinnen auf den Start vorbreiten
Körbchenträger EM
Jonas Rothbrust läuft als Erster in das Stadion ein
Die Kinder warten bis die Leichtathletik-Stars ihre Kleidung in den Boxen verstaut haben
Jonas Rothbrust bekommt noch letzte Instruktionen von einer Helferin
Jonas Rothbrust führt die Gruppe in den Startbereich

Jonas und die anderen Kinder tragen die Boxen in die Garderobe der Athleten

Angela Rothbrust

Wir trafen uns alle am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr im Restaurant Media Campus. Dort bekamen wir Infos zum Ablauf, einen Ausweis und natürlich unser T-Shirt. Danach betraten wir zum ersten Mal das Stadion, um unseren Einsatz zu üben. Toll war, dass wir uns auch im Stadion umschauen konnten und in die Loge sitzen durften. Da der Bauch bei allen schon ein wenig knurrte, ging es zurück in das Restaurant für ein gutes Mittagessen. Nach dieser kurzen Erholungsphase war es dann endlich soweit – der offizielle Einsatz begann. Ich war nicht so nervös, da ich schon an der Weltklasse Zürich als Körbchenträger dabei war. Das war möglich, da ich selbst im Leichtathletikclub Zürich trainiere. Die anderen Kinder und ich liefen also in den Startbereich, wo die Athleten ihre Kleidung und Wertsachen in die Boxen legten. Dieser Moment war super, da ich den Stars ganz nahe sein konnte. Als die Sportler alles reingepackt hatten, nahmen wir Körbchenträger die Boxen wieder entgegen und brachten sie in die Garderobe.

Insgesamt war ich bei drei Disziplinen dabei, nämlich bei Steeple der Frauen und 4 x 100m der Männer und Frauen. Besonders gefreut habe ich mich, dass ich das Kistchen von Christophe Lemaitre, dem schnellsten weissen Sprinter, tragen durfte. Am liebsten hätte ich aber das von Amaru Schenkel oder Mujinga Kambundji getragen. Leider konnte ich die Wettkämpfe nicht sehen, da wir zwischen den Einsätzen in einem Wartebereich untergebracht waren, wo wir nichts sehen konnten. Einmal kam das Maskottchen Cooly vorbei und machte Faxen, das war wirklich lustig und verkürzte die Wartezeit. Um 18.30 Uhr ging mein Einsatz zu Ende und ich konnte zusammen mit meiner Familie im Fancorner die Schlussfeier verfolgen.

Jonas Rothbrust nahm letztes Jahr am UBS Kids Cup teil. Unter allen Startnummern wurden Einsätze als Athleten-Helfer verlost. Dabei ging unter anderem Jonas als glücklicher Gewinner hervor.