Uster
Als Fussball missbraucht: Igel wurden brutal herumgekickt

Grausame Tiermisshandlung in Uster: Jugendliche kickten Igel wie Fussbälle von der Strasse. Die brutale Tat wurde von den Anwohnern bereits einige Male beobachtet.

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Anwohner aus Uster beobachteten bereits einige Situationen, in denen Igel von Jugendlichen brutal herumgekickt wurden (Symbolbild).

Anwohner aus Uster beobachteten bereits einige Situationen, in denen Igel von Jugendlichen brutal herumgekickt wurden (Symbolbild).

Keystone

In Uster soll es zu grausamen Fällen von Tierquälerei gekommen sein, wie der Zürcher Oberländer berichtet. Vermehrt wurden Jugendliche gesichtet, welche Igel wie Fussbälle herumkickten. Die Täter wurden zwar darauf angesprochen, zeigten jedoch keine Einsicht.

Igel-Finderin suchte nach Informationen

Der Verdacht auf Tierquälerei entstand als ein schwer verletzter Igel in die Kleintierpraxis Anima in Stäfa zur Behandlung gebracht wurde. Gemäss Zürcher Oberländer, vermutete die Tierärztin nach einigen Untersuchungen, dass die Verletzungen mit grosser Wahrscheinlichkeit von Fusstritten stammen.

Die Frau aus Uster, welche den Igel gefunden hatte, suchte in der Region nach Informationen. Die Nachfragen ergaben, dass in der Nähe des Igel-Fundorts bei der Busstation Sonnenberg in Uster, vermehrt Jugendliche gesichtet wurden, welche Igel wie Fussbälle von der Strasse kickten.

Der dramatische Igelvorfall endete jedoch mit einem Happyend: Nach mehrtägiger Behandlung ging es der Findelpatientin wieder besser und sie wurde freigelassen. Ohne Hilfe wäre sie höchstwahrscheinlich gestorben.

Zeugenaufruf

Der Fall wird derzeit von der Polizei ermittelt. Genauer Hinweise seien jedoch noch unbekannt. Augenzeugen sollen sich bei der Stadtpolizei melden.

Sollten die Täter ermittelt werden, würden sie wegen Tierquälerei angezeigt. Die Misshandlung von Tieren kann gemäss Tierschutzgesetz mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.