Insgesamt 29'369'094 Millionen Menschen sind im letzten Jahr am grössten Schweizer Flughafen angekommen, abgeflogen oder umgestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 6,3 Prozent. Um 0,5 Prozent zugenommen haben die Flugbewegungen auf 270'453.

Neben dem Anstieg der Gesamtzahl an Passagieren ist laut Widrig insbesondere die Entwicklung der Spitzentage mit mehr als 100'000 Passagieren pro Tag bemerkenswert. Diese kletterte von 7 auf 22 solcher Tage.

Höhere Erträge

Die Erträge der Flughafen Zürich AG stiegen von 1,012 Milliarden Franken auf 1,037 Milliarden Franken. Davon entfallen rund 60 Prozent auf das Fluggeschäft (+0,6 Prozent), wie Finanzchef Lukas Brosi vor den Medien ausführte.

Dabei sei zu beachten, dass im September 2016 die Flugbetriebsgebühren gesenkt worden seien. Aufgrund des starken Passagierwachstums resultierte dennoch eine Ertragssteigerung von 3,8 Millionen Franken.

Auch im Nichtfluggeschäft lief es gut. Passagiere und Laufkundschaft sorgten in den Geschäften und den Parkhäusern am Flughafen für Umsatz. "Mittlerweile sind wir eines der ganz grossen Shoppingcenter der Schweiz", freute sich Brosi.

Gewinnbringender Verkauf von Beteiligung

Den Gewinn des Unternehmens nach oben trieb insbesondere der Verkauf der Beteiligung am Flughafen im indischen Bangalore für 31,4 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda kletterte bereinigt um Sondereffekte um 1,9 Prozent auf 578,8 Millionen Franken, der entsprechende Reingewinn lag mit 250,3 Millionen um 4,5 Prozent über dem Vorjahr. Inklusive Sondereffekte verdiente der Flughafen gar 285,5 Millionen Franken.

Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Geschäftsentwicklung beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 19. April nebst einer ordentlichen Dividende eine Zusatzdividende aus den Kapitaleinlagereserven.

Langfristige Planung

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Verantwortlichen mit gegen vier Prozent mehr Passagieren. Bis 2040 dürften dann rund 50 Millionen Passagiere über Kloten reisen, prognostiziert Widrig.

Dieser Zuwachs soll vor allem durch grössere Flugzeuge bewältigt werden. Damit der Flughafen alles abwickeln kann, sind ständig Investitionen in bauliche Massnahmen nötig. So etwa müssen der Terminal 1 und die Gepäcksortieranlage erneuert werden.

Derartige Investitionen müssten stets langfristig geplant werden, betonte Widrig. Im vergangenen Jahr wurden 239 Millionen Franken in laufende Projekte investiert.

Ein Grossprojekt, das laut Widrig gut unterwegs ist, ist "The Circle". Rund zwei Jahre vor der geplanten Eröffnung liege die Vermietungsquote bei zufriedenstellenden 60 Prozent. Zwar sei "The Circle" derzeit noch die grösste Hochbaustelle der Schweiz, aber der Ort sei schon "spür- und erlebbar".