Die Fälle seien prioritär behandelt worden, damit die Untersuchungshaft verhältnismässig und so kurz wie möglich gehalten werden konnte, sagte Staatsanwalt Daniel Kloiber auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Da noch nicht alle Ermittlungen abgeschlossen seien, stehe noch nicht fest, wie viele Personen effektiv bestraft würden.

Zahlreiche haben aber bereits einen Strafbefehl erhalten. «Einige haben ihn akzeptiert, andere haben dagegen Einsprache erhoben», sagte Kloiber. Wie hoch die einzelnen Geldstrafen ausfallen, konnte er nicht sagen. Die Bandbreite liege zwischen 120 und 180 Tagessätzen.

91 Festnahmen

In der Nacht auf Sonntag, den 18. September 2011, war es zwischen dem Zürcher Hauptbahnhof und dem Central zu Krawallen gekommen. Insgesamt verhaftete die Polizei 91 Personen, 46 wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt. 20 mutmassliche Randalierer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren kamen in Untersuchungshaft.

Bereits Anfangs September war es in Zürich am Bellevue, einem der zentralen Plätze der Stadt am See, zu Ausschreitungen gekommen. Unbekannte hatten zu einer illegalen Freiluftparty aufgerufen. Diese endete in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit der Polizei.