Bessere Noten für Detailhandels- und Gastrobetriebe im Zürcher Oberland bezüglich Jugendschutz: Nur bei 11 Prozent der Kontrollen in den ersten zehn Monaten des Jahres ist illegal Alkohol an Jugendliche verkauft worden. Im Vorjahr wurde in 27 Prozent der Fälle gegen die Jugendschutz-Bestimmungen verstossen.

In Bars und an Festen wurde mehr verkauft

Schlecht fielen die Testergebnisse für Barbetriebe an Festanlässen - wie Chilbis und Grümpelturnieren - aus. Dort bestanden nur knapp die Hälfte der kontrollierten Betriebe die Tests, wie die Suchtprävention Zürcher Oberland in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Anstoss durch das blaue Kreuz

Die Suchtpräventionsstelle und das Blaue Kreuz führten von Januar bis Oktober 310 Alkohol-Testkäufe in 13 Gemeinden im Zürcher Oberland durch. Dort, wo freiwilliges und somit in der Regel ungeschultes Barpersonal arbeite, werde häufiger Alkohol an Minderjährige verkauft, stellt die Präventionsstelle fest.

Im nächsten Jahr setzten sich die Suchtpräventionsstelle und das Netzwerk "Testkauf Gemeindeverbund" vermehrt dafür ein, dass das Barpersonal an Festanlässen "in seiner nicht ganz einfachen Aufgabe unterstützt wird". Es gehe dabei darum, Organisationskomitees von Anfang an zu beraten und sinnvolle Jugendschutzmassnahmen frühzeitig zu initiieren. (mis/sda)