Nach dem Fussballspiel Albanien gegen Serbien am vergangenen Donnerstag gingen Fans beider Mannschaften in Zürich-Oerlikon aufeinander los. Die Polizei konnte gerade noch Schlimmeres verhindern. Ein Polizist wurde dabei von einem Stein getroffen und musste ins Spital eingeliefert werden.

Am Sonntag kommt es nach dem Spiel erneut zu Provokationen zwischen Fans. Es wird berichtet, dass albanische Fans in Zürich provozierend in Richtung eines serbischen Fanlokals marschiert seien.

Nach den Vorfällen sagen Albanien-Fans gegenüber Tele Züri: «Wir mussten unseren Stolz verteidigen. Sie haben unser Land in den Dreck gezogen. Dass wir irgendwann keine Geduld mehr haben, ist klar.»

Auch serbische Fans äussern ihre Meinung über die Albanien-Fans: «Es ist besser, wenn diese Leute dort bleiben würden, woher sie kommen».

Polizeisprecher Marco Cortesi spricht von einer «neuen Dimension» hinsichtlich der Fangewalt zwischen Albanern und Serben. Dass Fans nach einem Spiel, dass im Ausland ausgetragen würde, auf der Strasse aufeinander losgingen, sei ein neues Phänomen. Die Vorfälle hätten gezeigt, dass sich die Stadtpolizei auf die Europameisterschaft gut vorbereiten müsse. Je nach ausgeloster Spielkonstellation ergebe sich hohes Explosionspotenzial. (fdu)