Flughafen
Aktion am Zürcher Flughafen soll auf Fälscherbanden aufmerksam machen

Es gibt kaum etwas, das heute nicht gefälscht wird. Doch der Import dieser Fälschungen ist in der Schweiz verboten. Der Verein Stop Piracy und der Flughafen Zürich informieren deshalb regelmässig über die Risiken und Hintergründe.

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Ein Fussgaenger passiert einen Marktstand mit Taschen, deren Aufdrucke den Markenzeichen von Adidas und Nike entlehnt sind (Symbolbild).JPG

Ein Fussgaenger passiert einen Marktstand mit Taschen, deren Aufdrucke den Markenzeichen von Adidas und Nike entlehnt sind (Symbolbild).JPG

Keystone

Der Zoll zieht die falsche Rolex-Uhr oder die Gucci-Handtasche ein und vernichtet sie - auch wenn es sich nur um ein kleines Souvenir zum Privatgebrauch handelt, wie es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Finanzedpartements und des Vereins Stop Piracy vom Montag heisst.

Vom 23. April bis zum 2. Mai werden Reisende am Flughafen Zürich an einem Informationsstand über Fälschungen und Piraterie aufgeklärt. Unter dem Motto "Hände weg von Fälschungen" wird aufgezeigt, warum auch in den Ferien besser auf Schnäppchen verzichtet werden soll. Denn ein vermeintlich harmloses Angebot sei kein Kavaliersdelikt.

Der Verein Stop Piracy macht auf Fälscherbanden aufmerksam, die Teil des organisierten Verbrechens seien. Diesen seien Qualität und Arbeitsbedingungen ebenso egal wie Sicherheitsvorschriften und Gesundheitsaspekte. Wer Fälschungen kaufe, unterstütze Gruppierungen, die weder Steuern noch Sozialabgaben bezahlen.

Allein die Zollstelle Zürich-Flughafen behielt im ersten Quartal 2014 bereits in über 200 Fällen gefälschte Waren wegen Verletzung von Marken- oder Designrechten zurück. Die Fälschungen stammten meist aus der Türkei, diversen EU-Staaten sowie China, wie es weiter heisst.