1. Mai - Zürich
Ägyptischer Gewerkschafter wirbt für Solidarität

In seiner 1.-Mai-Rede in Zürich hat Kamal Abbas von der freien ägyptischen Gewerkschaftsbewegung zur Solidarität mit den Arbeitnehmenden in seinem Land aufgerufen. Abbas gilt als eine der Schlüsselpersonen der ägyptischen Revolution.

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Der aegyptische Gewerkschafter Abbas Kamal haelt eine Rede, beim traditionellen 1. Mai-Umzug am Dienstag, dem Tag der Arbeit, in Zuerich.

Der aegyptische Gewerkschafter Abbas Kamal haelt eine Rede, beim traditionellen 1. Mai-Umzug am Dienstag, dem Tag der Arbeit, in Zuerich.

Keystone

In Ägypten hätten die Arbeiterinnen und Arbeiter während mehr als 60 Jahren unter Tyrannei gelebt, sagte Abbas in seiner Rede. Ohne jeglichen Schutz und unter sklavenähnlichen Bedingungen hätten sie 12 Stunden pro Tag für niedrigste Löhne arbeiten müssen.

Abbas betonte, die Arbeiter hätten die Angst überwunden und bei der Revolution im vergangenen Jahr eine herausragende Rolle gespielt. Der Kampf gehe aber weiter. «Wir fordern Gerechtigkeit, ein Recht auf Arbeit, gerechte Löhne und ein menschenwürdiges Leben.»

«Toren der Hoffnung»

Heute stünden die Arbeiter in Ägypten vor den «Toren der Hoffnung». «Mit ihren starken Fäusten werden sie so lange gegen diese Tore klopfen, bis diese sich öffnen und eine neue Ära anbricht», rief Abbas in die Menge.

Abbas rief dazu auf, «Widerstand gegen ein autoritäres und ausbeuterisches Herrschaftssystem und gegen multinationale Unternehmen, die Milliardenprofite auf dem Buckel der Arbeiterinnen und Arbeiter einheimsen, zu leisten».