Affäre Mörgeli
Affäre Mörgeli: Strafverfahren gegen Kathy Riklin eröffnet

Die Staatsanwaltschaft Bern gegen CVP-Nationalrätin Kathy Riklin ein Strafverfahren eröffnet. Sie steht unter dem Verdacht, Uni-Interna ausgeplaudert zu haben, die Christoph Mörgeli betreffen. Sie kann nicht mit parlamentarsicher Immunität rechnen.

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Strafverfahren gegen Kathy Riklin in der Affäre Mörgeli.

Strafverfahren gegen Kathy Riklin in der Affäre Mörgeli.

Keystone

In der Affäre um den entlassenen Titularprofessor und SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat die Berner Staatsanwaltschaft eine förmliche Strafuntersuchung gegen CVP-Nationalrätin Kathy Riklin eingeleitet. «Es geht dabei um den Verdacht der Amtsgeheimnisverletzung sowie der üblen Nachrede», sagte ein Sprecher der Berner Generalstaatsanwaltschaft der «NZZ am Sonntag».

Mörgeli hatte Riklin angezeigt, weil diese in der Wandelhalle des Nationalrats Interna aus dem Universitätsrat zu den umstrittenen Dissertationen am Medizinhistorischen Institut verbreitet haben soll. Riklin bestreitet die Vorwürfe.

Wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt, kann sich Riklin in der Strafuntersuchung nicht auf die parlamentarische Immunität berufen. Der Präsident der zuständigen nationalrätlichen Immunitätskommission, SVP-Nationalrat Heinz Brand, habe der Staatsanwaltschaft bereits grünes Licht erteilt, da Riklins mutmasslichen Delikte in keinem Zusammenhang mit ihrem Nationalratsmandat stehen. Eine Ermächtigung zur Strafverfolgung durch die eidgenössischen Räte sei demnach nicht notwendig.