Umweltschutz
Abnehmende Artenvielfalt: Umweltorganisationen lancieren Zürcher Natur-Initiative

Negative Nachrichten über die abnehmende Artenvielfalt im Kanton Zürich sind Routine geworden. Deshalb lancieren Umweltorganisationen die Zürcher Natur-Initiative. Diese fordert, zusätzliche 32 Millionen Franken in den Natur- und Heimatschutzfonds zu investieren.

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Die Initiative fordert einen deutlichen Ausbau der Naturschutzmassnahmen im Kanton Zürich, um den Rückgang der Natur und das Artensterben zu stoppen. (Themenbild)

Die Initiative fordert einen deutlichen Ausbau der Naturschutzmassnahmen im Kanton Zürich, um den Rückgang der Natur und das Artensterben zu stoppen. (Themenbild)

Die Hiobsbotschaften würden in letzter Zeit Schlag auf Schlag kommen, finden die Umweltorganisationen: Weniger Igel, weniger Feldlerchen, weniger Pflanzenarten, weniger Brutvögel. Jeden Tag falle ein Dominostein, aber fast niemand schaue hin, schreibt das Komitee in einer Mitteilung vom Freitag.

Um den Rückgang der Natur und das Artensterben zu stoppen, lancieren BirdLife, pro Natura, WWF, Aqua Viva und der Fischereiverband des Kantons Zürich die Natur-Initiative. Diese Initiative fordert einen deutlichen Ausbau der Naturschutzmassnahmen im Kanton Zürich.

Günstiger als das Opernhaus

Konkret soll der Natur- und Heimatschutzfonds von bisher 23 Millionen Franken um 32 Millionen Franken pro Jahr aufgestockt werden. Dies sei nur ein winziger Teil des kantonalen Budgets, argumentiert das Komitee. Selbst das Opernhaus oder die Personalkosten der Steuerverwaltung seien teurer. "Mindestens so wichtig sollte uns die Rettung der Natur sein".

Das Komitee hat nun ein halbes Jahr Zeit, die nötigen 6000 Unterschriften zu sammeln.