Zürich
Abgewiesene Asylbewerberin strirbt in Zürcher Polizeizelle

Eine 30-jährige Asylbewerberin ist am Freitagmorgen in einer Zelle der Polizeikaserne in Zürich tot aufgefunden worden. Weshalb die Nigerianerin gestorben ist, ist nicht bekannt. Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt es nicht, wie die Kantonspolizei Zürich am Freitag mitteilte.

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Die Asylbewerberin stirbt aus noch ungeklärten Gründen imn einer Polizeizelle (Symbolbild)

Die Asylbewerberin stirbt aus noch ungeklärten Gründen imn einer Polizeizelle (Symbolbild)

Keystone

Ein Aufseher fand die Frau, als er ihr kurz nach 6.30 Uhr das Frühstück bringen wollte. Sie lag reglos auf dem Boden der Zelle. Trotz sofortiger Reanimationsversuche und der Unterstützung durch die Sanität und eines Notarztes habe man nur noch den Tod der Frau feststellen können.

Da die Todesursache nicht bekannt ist, hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich eine Untersuchung eingeleitet. Dabei wird sie vom Institut für Rechtsmedizin unterstützt.

Asylgesuch wurde abgelehnt

Die abgewiesene Asylbewerberin war wegen ihres auffälligen Verhaltens im Flughafen Zürich überprüft und am 1. Juni verhaftet worden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dabei stellte sich heraus, dass ihr Asylgesuch abgelehnt wurde und sie bereits im August 2009 das Land hätte verlassen müssen.

Der Kanton Luzern, dem die Asylbewerberin während des Asylverfahrens zugeteilt wurde, schrieb die Frau daraufhin aus. Am (heutigen) Freitag hätte sie in die Innerschweiz gebracht werden sollen.