Zürich

Abfallsünder verursachen Kosten von 650'000 Franken: Stadt durchsucht Müll nach Hinweisen

Abfall wird häufig illegal bei Sammelstellen entsorgt. Die Übeltäter können jedoch häufig ermittelt werden – dank Hinweisen in den Müllsäcken. (Symbolbild)

Abfallsünder kosten die Stadt jährlich 650'000 Franken. Durch das Öffnen der Müllsäcke und der Suche nach Hinweisen können die Übeltäter jedoch häufig ermittelt werden. Dies geht aus einer Antwort des Stadtrates auf eine schriftliche Anfrage hervor.

An Zürcher Sammelstellen wird häufig illegal Abfall entsorgt. Daran störten sich zwei SVP-Gemeinderäte und wollten in einer schriftlichen Anfrage wissen, ob die "unschönen Bilder" von vermüllten Glassammelstellen der "enormen internationalen Ausstrahlung" der Stadt schadeten, wie die "NZZ" berichtet.

Der Stadtrat bleibt in seiner Antwort gelassen. Ganz verhindern lasse sich die illegale Abfallentsorgung auch mit einem verhältnismässigen Überwachungs- und Kontrollaufwand nicht. Stattdessen versuche man mit täglicher Reinigung Nachahmungstäter abzuhalten.

286 Verzeigungen

Dafür öffnen Spezialisten von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) die illegal deponierten Müllsäcke und suchen nach Hinweisen auf die Übeltäter. So konnten im laufenden Jahr bereits 286 fehlbare Personen über die Stadtpolizei beim Statthalteramt verzeigt werden. Die Busse bei Ersttätern beträgt 320 Franken.

Für die Beseitigung des illegalen Mülls sind an Werktagen immer zwei Fahrzeuge unterwegs. Dies verursacht Kosten. Für die Fahrzeuge, das Fahrpersonal und die Verwaltung müssen pro Jahr 650'000 Franken aufgebracht werden, so die "NZZ".

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