Die regulären Kontrollbesuche einer «Lausfrau» in der Schule sind in der Stadt Zürich ab dem neuen Jahr vorbei. Bei Befall komme nun keine Lausfachfrau mehr vorbei, sondern die Lehrer müssen die Kinder und deren Eltern künftig an eine Beratungsstelle verweisen. 30 bis 40 Stellenprozente werden so eingespart, wie Martina Steinhauser, Sprecherin der Schulgesundheitsdienste gegenüber «20 Minuten» bestätigt.

Die Beratungsstelle ist primär telefonsich zu kontaktieren. «Bei Unsicherheiten kann man dort vorbeikommen», sagt sie. Eltern und Kinder werden zudem mit Infoblättern in 13 Sprachen versorgt, wenn ein Kind in der Klasse Läuse habe. 

Nicht Aufgabe der Lehrperson 

Laut Lehrerverbands-Präsidentin Lilo Lätzsch, werde mit der Abschaffung der Klassenbesuche der Lausfrau am falschen Ende gespart. Es liege nicht im Aufgabenbereich einer Lehrpersonen sich um lausbefallene Schülerinnen oder Schüler zu kümmern. Ausserdem erkenne man als Laie den Lausbefall oftmals nicht. Ein regulärer, persönlicher Besuch mit Beratung einer geschulten Lausfachfrau sei natürlich informativer und beruhige die Betroffenen. 

«Der Aufwand für die Stadt wird wohl noch zunehmen, da viele verunsicherte Eltern die telefonische Beratungsstelle kontaktieren werden», sagt sie.