Laut Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra), kann das Tunnelprojekt nun doch realisiert werden, auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie die Überdeckung der Autobahn vor dem Weininger Tunnelportal genau aussieht. Bislang hiess es seitens des Astra immer, mit dem Bau der dritten Röhre könne erst begonnen werden, wenn das Überdeckungsprojekt umsetzungsreif sei. Die Gemeinde Weiningen sah sich deshalb dem Vorwurf ausgesetzt, sie verzögere mit ihrem Engagement für einen besseren Lärm- und Landschaftsschutz den Tunnelausbau – was sie stets zurückwies.

Röthlisberger gibt dem Weininger Gemeinderat mit seiner Aussage – die er anlässlich der Versammlung des Industrie- und Handelsvereins Dietikon am Mittwoch machte – nun indirekt recht. Ein definitiver Entscheid für eine Trennung des Überdeckungs-Projekts vom Tunnelprojekt werde aber erst im Sommer gefällt, so Röthlisberger.

Entkoppelt von verzögernden Einsprachemöglichkeiten im Zusammenhang mit dem A1-Deckel könnte der Gubristtunnel somit 2023 eröffnet werden. Allerdings benötigt das Astra danach noch zwei Jahre, um die bestehenden Röhren zu sanieren. Laut Röthlisberger ist die 100 Meter lange Überdeckung der Autobahn vor dem Weininger Gubrist-Portal rechtlich durch den Bundesgerichtsentscheid vom 23. September 2014 gesichert, es gehe im Wesentlichen um Umsetzungsfragen.

Klarheit schuf Röthlisberger auch im Zusammenhang mit einer 4. Tunnelröhre am Baregg. Sollte der neuen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds angenommen werden, dann werde der Baregg-Ausbau auch projektiert.