Es bewerben sich weniger Frauen als vor vier Jahren, wie das Statistische Amt am Freitag mitteilte. Der Frauenanteil beträgt 34 Prozent (2007: 37 Prozent).

Die derzeit im Parlament vertretenen sieben Zürcher Parteien treten nicht nur mit ihren Hauptlisten, sondern auch mit Unterlisten zur Wahl an, allerdings mit weniger als vor vier Jahren. Bei den Wahlen 2007 taten die grösseren Parteien mit bis zu vier Unterlisten an.

Grosses Gerangel

Das Gerangel um die 34 Zürcher Nationalratssitze ist gross. Nur vier Bisherige verzichten auf eine erneute Kandidatur: Hans Rutschmann (SVP) und Christine Goll (SP), die beide über 20 Jahre der grossen Kammer angehörten, und Mario Fehr (SP), der im Frühjahr in den Regierungsrat gewählt wurde.

Unfreiwillig ist dagegen der Verzicht von Anita Thanei. Die langährige SP-Nationalrätin verpasste bei der parteiinternen Nomination die Zweidrittels-Mehrheit, die für Ratsmitglieder mit mehr als 12 Amtsjahren nötig war.

Erstmals auf der nationalen Bühne vertreten ist die BDP. Das Abschneiden der SVP-Abtrünnigen wird mit Spannung erwartet. Nach ihrem Erfolg bei den kantonalen Wahlen im Frühjahr darf sich die BDP berechtigte Hoffnungen auf einen Sitzgewinn machen.