Um die Unfallursachen genauer abzuklären, werden beispielsweise die Gehrichtung, die Anzahl der Fahrstreifen und der Kollisionsort bezogen auf die Fahrstreifen erfasst. Der Fachverband Fussgänger Schweiz und die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich haben rund 800 Unfälle der Jahre 2003 bis 2010 ausgewertet.

Dabei zeigte sich, dass nicht nur das Betreten des Fussgängerstreifens gefährlich ist. Rund die Hälfte aller Unfälle ereigneten sich auf der zweiten Strassenhälfte. Man müsse nicht nur beim ersten Schritt vom Trottoir auf den Fussgängerstreifen aufpassen, sondern auf der ganzen Länge, sagte Thomas Schweizer, Geschäftsführer Fussverkehr Schweiz.

Bei Fussgängerstreifen ohne Mittelinsel verunfallen 55 Prozent der querenden Personen auf der zweiten Fahrbahnhälfte. Bei Fussgängerstreifen mit Mittelinsel sind es 47 Prozent. Dies deute darauf hin, dass Mittelinseln die Sicherheit verbessern können, heisst es in der Mitteilung der Stadt Zürich vom Montag.

Zwischenstopp auf der Schutzinsel

Fussgängerinnen und Fussgänger sollten einen Zwischenstopp auf der Schutzinsel machen und sich vergewissern, dass eine Fortsetzung der Querung sicher möglich ist. Eine aussergewöhnliche Häufung an einem Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich gibt es nicht. Systematische Mängel an der Infrastruktur könnten grösstenteils ausgeschlossen werden.

Um alle Verkehrsteilnehmer für die Problematik an Fussgängerstreifen zu sensibilisieren, führen Stadtpolizei Zürich und Dienstabteilung Verkehr ab Mitte November eine Präventionskampagne durch.