Vergraben war der Schatz in einem Wald bei Nürensdorf zwischen Zürich und Winterthur. Die 238 einseitig geprägten Pfenninge, so genannte Brakteaten, lagen unverpackt im Boden. Reste eines Behälters wurden nicht gefunden, wie der Kanton Zürich am Donnerstag mitteilte. Es sei möglich, dass die Münzen in einem Leder- oder Stoffbeutel transportiert worden seien, der nicht mehr erhalten sei.

Zwei Monatslöhne eines Landpfarrers

Ein grosser Teil der Pfennige stammt aus den Münzstätten Basel und Zofingen. Hinzu kommen einige Exemplare aus Schaffhausen, Laufenburg, Freiburg im Breisgau (D) und Zürich. In der Region Winterthur war es damals der Normalfall, dass Geld aus verschiedenen Regionen sowie aus Süddeutschland zirkulierte.

Die verloren gegangenen Münzen waren damals schon wertvoll: Die Nürensdorfer Pfenninge entsprechen etwa dem Einkommen, das ein Landpfarrer in zwei Monaten in Form von Geld verdiente, abzüglich der Naturalien wie Brennholz und Getreide. Die Münzen werden nun im Münzkabinett der Stadt Winterthur bearbeitet und danach aufbewahrt.

Der Schatz unterm Kirschbaum

Im November wurde bekannt, dass Bauer Loosli in seiner Kirschbaumplantage einen Silberschatz entdeckt hatte: 4166 Silbermünzen.