Zürcher Stadtrat
8 Millionen Franken für Überbauung in Altstetten

Der Zürcher Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Kredit von 7,95 Millionen Franken für die Projektierung einer Überbauung auf dem Areal Letzibach D in Altstetten. Drei Bauträgerinnen wollen gemeinsam 265 Wohnungen und einen Kindergarten realisieren.

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 Baubeginn soll 2020 sein.

Gut&Schoep Architekten, Zürich

Die Stadt hatte das 10'000 Quadratmeter grosse Areal zwischen der Hohlstrasse und dem Gleisfeld 2013 von den SBB für 18,1 Millionen Franken gekauft. Für die Durchführung eines Architekturwettbewerbes und die Weiterentwicklung des Projektes hatte der Stadtrat in eigener Kompetenz 1,85 Millionen Franken bewilligt.

Um die gesamten Projektierungskosten zu decken, beantragt der Stadtrat nun dem Gemeinderat, diesen Betrag um 7,95 auf insgesamt 9,8 Millionen Franken zu erhöhen, wie aus einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch hervorgeht.

Als Bauträgerinnen vorgesehen sind die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich (LVZ) sowie die beiden städtischen Stiftungen "Stiftung für Alterswohnungen" (SAW) und "Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien" (SWkF). Es ist das erste Mal, dass diese drei Institutionen gemeinsam eine Gesamtüberbauung realisieren.

Kosten werden aufgeteilt

Die Projektierungskosten werden anteilsmässig auf die drei Partner verteilt. Für den Anteil der Stiftungen leistet die LVZ einen Vorschuss, der ihr nach Genehmigung der jeweiligen Objektkredite rückvergütet wird. Bei einem Ja zum Projektierungskredit werde der Stadtrat dem Gemeinderat später zwei Baurechtsverträge vorlegen, heisst in der Mitteilung.

Geplant sind insgesamt 265 Wohnungen sowie Gewerbeflächen, Büros, Ateliers, Gemeinschaftsräume und ein Doppelkindergarten. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 100,9 Millionen Franken.

Die drei Bauträger erhalten in der Gesamtüberbauung je autonome Gebäudeteile mit eigenen Hauseingängen. Im niedrigeren Teil der Bebauung sind 53 Wohnungen der SWkF und 83 Wohnungen der LVZ geplant. Im rund 70 Meter hohen Hochhaus sind 120 Wohnungen der SAW vorgesehen. 60 Prozent der SAW- und 65 Prozent der SWkF-Wohnungen sollen subventioniert werden.

Baubeginn 2020

Nicht staatlich subventioniert sind die Wohnungen im LVZ-Teil. Die nach dem Prinzip der Kostenmiete berechneten Nettomieten belaufen sich in diesem Teil der Überbauung beim aktuellen Referenzzinssatz von 1,75 Prozent auf 1240 Franken für eine 2-Zimmer-Wohnungen, 1430 Franken für eine 3-Zimmer-Wohnung und 1760 Franken für eine 4,5-Zimmer-Wohnung.

Die Baueingabe ist für April 2019 vorgesehen. Die Volksabstimmung über den Objektkredit für die LVZ-Siedlung könnte laut Stadtrat im Mai des gleichen Jahres stattfinden. Geht alles nach Plan, kann im April 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden. In diesem Fall könnten im Mai 2023 die ersten Mieter einziehen.