Zürich
"66 plus" ermöglicht dem VBZ-Fahrpersonal auch über das Pensionsalter zu arbeiten

Fahrerinnen und Fahrer von Trams und Bussen sollen in der Stadt Zürich auch über das Pensionsalter hinaus arbeiten können. Der Stadtrat hat einen Pilotversuch "66 plus" für das VBZ-Fahrpersonal bewilligt, wie er am Mittwoch mitteilte.

Merken
Drucken
Teilen
Künftig können Angestellte vom VBZ auch übers Pensionsalter arbeitstätig bleiben. (Symbolbild)

Künftig können Angestellte vom VBZ auch übers Pensionsalter arbeitstätig bleiben. (Symbolbild)

Keystone

Einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung nach dem Pensionsalter besteht jedoch nicht. Voraussetzungen sind gute Leistungen und die medizinische Tauglichkeit.

In vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes mangelt es an Fachkräften und nicht alle Angestellten wollen mit 65 "zwangspensioniert" werden. Auf diese Situation reagiert der Stadtrat nun: Ein erster dreijähriger Pilotversuch startet Anfang April für Tram- und Buschauffeure. Zu einem späteren Zeitpunkt soll einer beim Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD) folgen.

Die VBZ bauen ihr Angebot kontinuierlich aus, bekunden aber laut Mitteilung Mühe, genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Fahrdienst zu gewinnen. Erschwerend für die Zukunft komme hinzu, dass bereits rund ein Sechstel der Fahrdienstmitarbeitenden über 58 Jahre alt und damit zum Altersrücktritt berechtigt sind.

Gesucht würden nun Fahrerinnen und Fahrer von Trams und Bussen, die freiwillig über das Pensionsalter arbeiten möchten. Sie sollen auf der Grundlage des städtischen Personalrechts befristet angestellt bleiben.

Die VBZ werden die Erfahrungen bei dem Versuch in einem Bericht festhalten. Dieser diene dann dem Stadtrat als Grundlage für weitere Entscheide zu "66 plus", heisst es in der Mitteilung.