Langstrassenquartier
650'000 Franken für die Stadtkasse: Kamera erwischt pro Nacht 50 Fahrverbotssünder

Eine Kamera, die im Zürcher Langstrassenquartier zur Durchsetzung des Nachtfahrverbots installiert wurde, erweist sich bisher als sehr profitabel. In fünf Monaten kassierte die Stadt rund 650'000 Franken an Bussgeldern.

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6500 Bussen à 100 Franken hat die Polizei dank der Kamera bereits ausgestellt. (Symbolbild)

6500 Bussen à 100 Franken hat die Polizei dank der Kamera bereits ausgestellt. (Symbolbild)

Keystone

Seit dem 22. Juni ist die automatische Zufahrtskontrolle der Stadtpolizei Zürich im Kreis 4 in Betrieb. Sie soll zur Durchsetzung des Nachtfahrverbots im Gebiet Lang-, Schönegg-, Feld- und Hohlstrasse dienen. Eine Kamera erfasst dabei die Nummernschilder von durchfahrenden Fahrzeugen und vergleicht sie mit der Datenbank der Zufahrtsbewilligungen.

Die Kontrolle erweist bisher als äusserst profitabel. "Im Zeitraum vom 22. Juni bis 31. Oktober wurden rund 6500 Übertretungen festgestellt", bestätigt Heiko Ciceri von der Dienstabteilung Verkehr im Sicherheitsdepartement gegenüber dem Tages-Anzeiger. Pro Nacht überführt die Polizei also etwa 50 Fahrverbotssünder. Da die entsprechende Busse 100 Franken beträgt, kassierte die Stadt bisher 650'000 Franken Bussgeld.

Bei der Kamera handelt es sich um ein 80'000 Franken teures Versuchsprojekt des Sicherheitsdepartements von AL-Stadtrat Richard Wolff. Mit dem bisherigen Verlauf ist man zufrieden. Die Versuchsphase läuft noch bis Mitte Dezember. Danach soll die Kamera definitiv in Betrieb genommen werden. Eine Ausweitung auf andere Gebiete in Zürich sei ebenfalls denkbar, wie der Tages-Anzeiger schreibt.