Die Baustelle an der Bellerivestrasse gleiche einer Operation an einer Hauptschlagader, wird der zuständige Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Auf der Bellerivestrasse verkehren täglich 25'000 Fahrzeuge. Die Herausforderung sei, hier zu bauen, während der Verkehr weiter fliesse.

Das Tiefbauamt der Stadt Zürich zog denn auch neben der herkömmlichen Bauweise drei Varianten in Betracht, darunter eine intensive Variante, bei der der Verkehr auf der Bellerivestrasse bleibt, eine Variante mit einer Behelfsbrücke über den See und einer Varianten mit der Umleitung über die Dufourstrasse.

Nun kommt die Variante mit der intensiven Bauweise und Kosten von rund 64 Millionen Franken zur Ausführung. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre gegenüber sechs bis neun Jahren bei der herkömmlichen Bauweise mit kleinflächigen, so genannten Inselbaustellen.

Zeitgleich zur Strassensanierung werden der Zugang zum See und der Hochwasserschutz verbessert. Ausserdem wird das Lehnenviadukt beim Bahnhof Tiefenbrunnen instand gestellt und für Velofahrende verbreitert.

Um Platz für Baumaschinen und Materialtransporte zu schaffen, müssen stadtauswärts 87 Bäume gefällt werden, die nach Abschluss der Bauarbeiten ersetzt werden. Leutenegger und weitere Stadtangestellte informierten am Donnerstagabend Anwohnende und Gewerbetreibende. Das Projekt wird ab Freitag während 30 Tagen öffentlich aufgelegt. Die Bauarbeiten beginnen frühestens 2019.