Der Knabe spazierte nach 21 Uhr mit seiner Mutter und einer Verwandten auf der Werdinsel dem Limmatkanal entlang. Als er auf eigene Faust umher streifte, fiel er ins Wasser. Die Mutter rief sofort Personen in der Nähe zu Hilfe. Das Kind war aber laut Mitteilung bereits verschwunden.

Kurz vor 21.30 Uhr alarmierte ein Passant die Polizei. In einer grossangelegten Aktion wurde im Wasser, an Land und aus der Luft nach dem Knaben gesucht. Die Dunkelheit und die unberechenbare Strömung erschwerten die Suche.

Kurz vor Mitternacht bargen Polizeitaucher die Leiche des Kindes aus dem Wasser beim EWZ-Kraftwerk. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch nicht genau geklärt. Die Polizei hofft auf Zeugen. Zur Betreuung der Angehörigen wurde ein Notfallseelsorger aufgeboten.

Nur Strassenverkehr ist für Kinder gefährlicher

In der Schweiz ertrinken jährlich durchschnittlich fünf Kinder im Alter bis zu neun Jahren. Hinzu kommen 270 nicht tödliche Unfälle mit schweren Folgen und lebenslangen Schädigungen.

Gemäss Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) ist Ertrinken bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache. Nur der Strassenverkehr fordert noch mehr Leben. Die bfu hat deshalb eine dreijährige Sicherheitskampagne am Laufen.

Ihr Ziel ist, dass in der Schweiz kein Kind mehr ertrinkt. Die Botschaft: Kinder immer im Auge behalten, kleine Kinder gar in Reichweite.