Die im vergangenen Jahr vom Steueramt erledigten rund 700 Fälle brachten dem Kanton und den Gemeinden zusammen 42 Millionen Franken an Nachsteuern ein; dem Bund weitere 10 Millionen Franken. Diese Werte entsprechen jenen des Vorjahres, wie es in der Mitteilung heisst.

Über eine Zeitspanne von bis zu zehn Steuerperioden konnte das kantonale Steueramt aufgerechnet Einkommen von 87 Millionen und Vermögen von 3,525 Milliarden Franken besteuern. Damit seien Vermögen von 577 Millionen Franken nachhaltig aufgedeckt worden, schreibt die Finanzdirektion. Das heisst: Diese Vermögen tauchen auch in künftigen Steuerdeklarationen auf.

Etwa ein Drittel der erledigten Fälle betraf nicht deklariertes Einkommen, etwa Nebenbeschäftigungen, Alimente, Renten, nicht gerechtfertigte Abzüge oder nicht verbuchte Umsätze. Die andern zwei Drittel betrafen nicht deklarierte Vermögen und Erträge daraus, darunter etwa Wertschriften, Bankkonten, Gold, Kunstgegenstände, Liegenschaften oder Darlehen.


Öffentliche Diskussion zeigt Wirkung

Die deutliche Zunahme an Selbstanzeigen im vergangenen Jahr ist nach Einschätzung der Finanzdirektion auf die breite öffentliche Diskussion über nicht deklarierte Vermögen und Einkommen sowie auf geplante gesetzliche Anpassungen zurückzuführen. Wie schon in den Vorjahren stammten die meisten Selbstanzeigen von natürlichen Personen und nur einzelne von juristischen Personen.

Die Möglichkeit der straflosen Selbstanzeige für nicht deklarierte Einkommen und Vermögen besteht seit 2010. Alle Steuerpflichtigen können seither einmal in ihrem Leben eine solche Anzeige machen. Sie müssen zwar die Nachsteuern auf zehn Jahre zurück bezahlen, erhalten aber keine Busse.

Die vom Bund eingeführte Mini-Steueramnestie führte dazu, dass die Zahl der Selbstanzeigen 2010 im Kanton Zürich von zuvor 350 pro Jahr auf rund 1400 hochschnellte. Im Jahr 2012 waren es noch 850, heisst es in der Mitteilung.