Zur Einstimmung gibts bereits am Abend vor der Eröffnung sechs abendliche Wohnzimmerlesungen. Tatjana Kruse, Olga Grjasnowa oder Urs Mannhart lesen aus ihren Büchern und beantworten Fragen des Publikums.

Dann gehts los mit Führungen durch Ausstellungen, mit Spaziergängen, Gesprächen und mit Lesungen im Tram, in Buchhandlungen und an anderen Orten. Einen Schwerpunkt bildet die Literatur aus der Ukraine. Zu hören sind auf Deutsch oder mit Übersetzung Andrej Kurkow, Tanja Maljartschuk, Jurij Wynnychuk und Martin Pollak.

Ein Höhepunkt des Festivals - die Lesung von Paul Auster - ist bereits ausverkauft. Ansonsten lockt vor allem deutschsprachige Literatur. Unter dem Titel «Der Doyen und die Debütantin» lesen Charles Lewinsky und Silvia Tschui aus ihren Büchern. Andernorts treffen sich zwei Etablierte zum «Dichter-Duett»: der Schweizer Romancier Lukas Bärfuss und der deutsche Lyriker Durs Grünbein.

Vertreten sind natürlich auch ganz sichere Werte wie Peter Bichsel, Martin Suter, Hanna Johansen, Gertrud Leutenegger, Viola Rohner, Thomas Hürlimann, Isolde Schaad, Reto Hänny, Urs Faes, Adolf Muschg oder Matthias Zschokke.

Und über ihre Literatur kommen selbst Verstorbene zu Wort: Urs Widmer, S. Corinna Bille, Robert Walser - und Meinrad Inglin. Sein «Schweizerspiegel» über die Geschichte der Schweizer Neutralität im Ersten Weltkrieg ist dieses Jahr von historischer Aktualität.