Zürich

39 Dinge, die man in Zürich unbedingt machen muss

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In der Stadt Zürich jagt ein Grossanlass den anderen. Daneben bietet die Limmatstadt aber auch Spektakuläres, das täglich bestaunt werden kann und das man nicht verpassen sollte. Zum Beispiel diese 39 Dinge:

In Zürich muss man ...

1. ... im Zürichsee eine Runde schwimmen

Die Seebäder Enge (im Bild) und Utoquai sind nicht die einzigen Zugänge für Schwimmer. Viele Zürcher gehen von einer der öffentlichen Parkanlagen wie China- oder Landiwiese aus im See schwimmen.

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2. ... sich eine Nacht an der Langstrasse um die Ohren schlagen.

Einst wegen des Rotlicht- und Drogenmilieus verrucht, hat sich die Langstrasse in den letzten Jahren zu Zürichs Partymeile schlechthin entwickelt. Nebst unzähligen Bars und Clubs in den Seitenstrassen stellt das Kanzleischulhaus-Areal mit seinem Biergarten, dem gepflegten Alternativ-Kino und dem Partytempel Kanzleiturnhalle inmitten des Trubels einen unverwüstlichen Treffpunkt dar.

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3. ... in Zürich West auf Einkaufstour gehen.

Shopping muss auch sein. Aber nicht unbedingt an der noblen Bahnhofstrasse. Ein vielseitiges Angebot mit schicken kleinen Läden und Markthalle findet sich im Viadukt nahe der Josefwiese im Trendquartier Zürich West. Und immer wieder rumpelt ein Zug über das alte Bahnviadukt, in dessen Bögen die Läden untergebracht sind.

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4. ... sich in den Quartieren um Europaallee und Bahnhof Hardbrücke in einer Millionenstadt wähnen.

Zürich ist rasant gewachsen in den letzten Jahren. Am augenfälligsten ist dies in den grossen Neubauquartieren wie der Europaallee beim Hauptbahnhof oder beim Bahnhof Hardbrücke entlang der Gleise westwärts. Wer hier durchschlendert, atmet Grossstadtluft zwischen mächtigen Neubauten, die allerdings bisweilen noch seltsam unbelebt wirken.

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5. ... eine Ausstellung im Landesmuseum besuchen, das sich seit Kurzem mit neuem Erweiterungsbau präsentiert.

 Auch die Kulturstadt Zürich baut sich neu. Sehenswert ist das Ensemble aus Alt und Neu, das das Landesmuseum mit seinem architektonisch kühnen Erweiterungsbau darstellt. Die Bauarbeiten für die Kunsthaus-Erweiterung sollen 2020 fertig sein – etwa gleichzeitig mit der Totalsanierung von Tonhalle und Kongresshaus.

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6. ... im Tram vom Seefeld nach Altstetten fahren.

Die Gegensätze von Alt und Neu, Innenstadt und Peripherie, armem und reichem Zürich lassen sich auf einer Tram- oder Busfahrt quer durch die Stadt erleben. Empfehlenswert sind dazu beispielsweise die Tramlinien 2 und 4 vom Seefeld nach Zürich Altstetten, oder auch die Buslinie 31 von Hegibachplatz nach Schlieren.

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7. ... im Friedhof Sihlfeld Ruhe inmitten der Stadt geniessen und die Ruhestätten bekannter Schweizer entdecken.

Eine Oase der Ruhe stellt der Friedhof Sihlfeld dar. Dank seiner grosszügigen Parkanlage dient er als Naherholungsgebiet inmitten des Stadtkreises 3. Auch die Gräber einiger prominenter Toter wie Gottfried Keller, Johanna Spyri, August Bebel, Henri Dunant oder Hugo Loetscher finden sich hier.

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8. ... auf der Hardturmbrache merken, dass das Gebiet alles andere als brach liegt.

Die Hardturmbrache hat sich zu einer Sehenswürdigkeit der besonderen Art entwickelt, seit 2008 das Hardturmstadion, einst das Heimstadion des Grashopper Clubs, abgerissen wurde. Neben den Ruinen des Hardturmstadions finden sich Gemeinschaftsgärten, eine kleine Skateranlage und ein kleiner Fussballplatz. 



9. ... Im Belcafé auf der Bellevue-Traminsel gemütlich einen Kaffee trinken und beobachten, wie sich rundherum die Stadt in Hektik ergeht.

Und wenn man schon mal in der Gegend ist, empfiehlt sich auch noch ein Spaziergang über den neugestalteten Sechseläutenplatz und ein Abstecher in dessen Untergrund, wo sich im Parkhaus Opéra eine kleine Ausstellung über Zürichs erste Siedler, die Pfahlbauer, befindet.

 10. ... auf dem Üetliberg die Stadt von oben betrachten.

Wer genug hat vom urbanen Trubel, flüchtet auf den Üetliberg – per Üetlibergbahn oder zu Fuss auf den zahlreichen Wanderwegen durch den Wald. Zuoberst auf dem Kulm bietet sich bei klarer Sicht ein wunderschöner Blick über die Stadt und den See, während man in der Ferne die Flugzeuge in Kloten starten und landen sieht.



11. ... durch die engen Gassen rund ums Niederdorf schlendern – und einmal das verwinkelte alte Zürich vom Grossmünsterturm aus betrachten, das muss schon auch sein.

Die Legende sagt, dass Karl der Grosse, damals Herrscher über ganz Westeuropa, durch einen Hirsch an die Gräber der Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula geführt wurde und dort eine Kirche gründete. Der Reformator Huldrych Zwingli predigte im Grossmünster und leutete die deutschschweizer Reformation mit der Entfernung der Altarbilder der Kirche ein.

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 12. ... auf dem Lindenhof eine Partie Schach spielen.

Der Lindenhof, 1422 zum ersten Mal erwähnt, ist die älteste öffentliche Grünanlage Zürichs. Während die einen ihre Beine von der Mauer baumeln lassen und die Aussicht auf Limmat und Niederdorf geniessen, messen sich andere im Schach oder Petanque.

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 13. ... in der Urania-Sternwarte die Sterne beobachten und sich anschliessend in der darunter liegenden Jules-Vernes-Bar einen Drink gönnen.

Hobby-Astronomen und Barbesucher stehen oft gemeinsam Schlange vor dem Lift in der Brasserie Lipp an der Uraniastrasse 9. Er bringt die einen in die Urania-Sternwarte, die anderen in die Jules-Vernes-Bar, von der das nächtliche Zürich von oben betrachtet werden kann.

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14. ... auf dem Käferberg den Vita Parcours laufen

Rund ein Viertel der Stadtfläche Zürichs ist mit Wald bedeckt. Bei schönem Wetter werden die Waldwege, Feuerstellen und Picknickplätze von den Städtern rege benutzt.

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15. ... sich in der Limmat ein Stück treiben lassen

Unterhalb des Platzspitz in die Limmat steigen, sich bis zur Badi Oberer Letten treiben lassen und zu Fuss wieder zum Einstiegsort laufen. Das Flussbad Oberen Letten und die Frauenbadi empfehlen sich auch als Bars für den Feierabend-Drink.

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16. ... auf der Terrasse der Grieder-Bar einen (sündhaft teuren) Café geniessen und dem geschäftigen Treiben auf dem Paradeplatz zuschauen.

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17. ... über die Pflanzenwelt von Zürichs Parks staunen.

Im Alten Botanischen Garten (im Bild) kann durch einen mittelalterlichen Kräutergarten mit 50 altbekannten Heilpflanzen spaziert werden. Im kürzlich erneuerten Arboretum an der Seepromenade spenden mächtige Bäume aus mehreren Kontinenten den Besuchern Schatten.

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 18. ... nach dem Besuch der Ausstellung im Pavillon Le Corbusier von dessen Dachterrasse über den See blicken.

Der 1967 im Zürcher Seefeld eröffnete Bau des Schweizer Architekten und Malers Le Corbusier zieht auch heute noch die Aufmerksamkeit zahlreicher Spaziergänger der Seepromenade auf sich.

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 19. ... speisen im Ziegel oh Lac in der Roten Fabrik, dem einzigen Seerestaurant mit moderaten Preisen.

In den frühen 1980-Jahren das Symbol der Zürcher Jugendbewegung, ist das ehemalige Fabrikgebäude in Wollishofen heute Zürichs Zentrum für alternative Kultur. Im Restaurant, das als Genossenschaft geführt wird, kann im Sommer auch draussen, wenige Meter vom Seeufer, gespeist werden.

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20. ... am Flohmarkt auf dem Bürkliplatz ein Vintage-Teeset erstehen.

Von Mai bis Oktober herrscht samstags Hochbetrieb am Bürkliplatz-Flohmarkt, der für seine qualitativ guten Verkaufsstücke bekannt ist. Am "Flohmi" wechselt altes Silberbesteck, Spielzeug aus dem Estrich und Grossmutters Wintermantel den Besitzer. Wer früh kommt, schnappt sich die besten Stücke.

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21. ... während einer Fahrt im Limmatschiff mit dem Wasser fast auf Augenhöhe sein.

Zwar kann man sich auf den mit Glas überdachten Limmatschiffen nicht sonnen wie auf den grösseren Zürichsee-Schiffen. Dafür wird man auf den 51-Plätzern, die von März bis Ende Oktober zwischen Landesmuseum und Zürichhorn verkehren, vom Zürich-Wasser umspritzt, ohne nass zu werden. 

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22. ... bei einem Besuch der Villa Patumbah die architektonische Verschmelzung von Europa und Orient erleben.

Der Auftraggeber der Villa Patumbah, Karl Fürchtegott Grob, kam durch Tabakanbau in Südostasien zu unsäglichem Reichtum. Er lies seine Architekten Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Gotik, Barock und italienische Renaissance, sondern auch orientalische Kunst in die Gebäudestruktur einfliessen. Heute ist die Villa im Riesbach-Quartier Zentrum des Schweizer Heimatschutzes, der regelmässige Führungen veranstaltet.

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23. ... bei einem Spaziergang auf dem Cassiopeiasteg erleben, wie es ist, über den Zürichsee zu schreiten.

Auch die lärmempfindlichen Wollishofer Seevillen-Besitzer konnten seinen Bau nicht verhindern: Im Mai 2015 wurde der 284 Meter lange Steg eingeweiht, der seitdem dem Flanierer ermöglicht, auf dem ganzen städtischen Gebiet den Seeuferweg praktisch ununterbrochen abzuschreiten.

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24. ... frühmorgens auf dem Helvetiaplatz-Markt sein Pausenbrötli kaufen.

Viele Zürcher planen dienstags und freitags in ihren Arbeitsweg einen Umweg über den Helvetiaplatz ein. Um beim bevorzugten Anbieter die Tomaten, Kirschen oder Fischfilets zu kaufen, scheuen die sonst sehr ungeduldigen Zürcher keine Wartezeiten.

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25. ... im Elefantenpark des Zoo Zürich den Dickhäutern beim Schwimmen zuschauen.

Sei Juni 2014 hausen die acht asiatischen Elefanten des Zoo Zürich in einem luxuriösen Park, der mit Schwimmbädern, einer naturnah gestalteten Aussenanlage und einem Innenbereich mit Dachfenster. Durch eine Glaswand können sie beim Baden beobachtet werden.

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26. ... im Kino Xenix gemütlich einen Film vom Sofa aus schauen.

Wegen der schönen Lage auf dem Kanzleiareal ist allein die Bar des Xenix ein beliebter Treffpunkt. Im Kino werden alte und neue Filmperlen gezeigt und Diskussionen mit Filmemachern veranstaltet.

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27. ... sich auf einen Stuhl auf dem Sechseläutenplatz setzen und gespannt warten, ob sich jemand auf den Stuhl daneben setzt.

Die Wiese des Sechseläutenplatzes, die durch die Böög-Verbrennung und andere Veranstaltungen jeweils arg zertrampelt wurde, ersetzte die Stadt 2014 durch einen Steinplatz aus Valser Quarzit. Die zur Platzbelebung aufgestellten Stühle werden gerne zum Mittags-Sandwich, Zeitunglesen oder Smartphone-Check benutzt.

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28. ... sich im Apéro-Tram auf den Feierabend einstimmen.

Wer sich nicht für eine Lokalität für den After-Work-Drink entschliessen kann, der kann jeden Donnerstag während 75 Minuten die ganze Innenstadt abklappern - und muss dafür nicht einmal das Lokal wechseln.

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29. ... mit der Polybahn ins Uni-Quartier hochfahren, die Aussicht auf die Altstadt bewundern und die steilen Treppen für den Rückweg runtersteigen.

Nicht nur Studenten von ETH und Universität nehmen die Polybahn. Auch zahlreiche Touristen überwinden die Höhenmeter zur ETH-Aussichtsplattform gerne damit. Letztere sind am Wochenende oft ratlos vor verschlossenen Türen zu beobachten, denn ab Samstag um 14 Uhr ist das Polybähnli bis Montagmorgen geschlossen.

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30. ... auf den Weinschiffen der Expovina von jedem Wein degustieren, um anschliessend keinen davon zu kaufen.

Während zwei Wochen im November werden die Zürichsee-Schiffe zur schwimmenden Weinausstellung. Zwischen den Weinschiffen ankern Restaurant-Schiffe an den Stegen beim Bürkliplatz, damit nicht auf leeren Magen degustiert werden muss.

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31. ... Im Kunsthaus die Werke der besten Kunstschöpfer der Welt bestaunen.

Im Zürcher Kunsthaus machen die bedeutendsten Wanderausstellungen der Welt Station. Ausserdem beherbergt es den umfangreichsten Bestand an Giacometti-Werken. Der Erweiterungsbau für die wachsende Sammlung wird das  Gesicht der Pfauenumgebung grundlegend verändern.

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32. ... In der Thermengasse einen Einblick in die Zeit gewinnen, als Zürich noch Turicum hiess.

 Bei Bauarbeiten stiess man 1984 in der Zürcher Altstadt auf Überreste eines römischen Bades. Seither haben Passanten durch ein Bodengitter einen Einblick in die römische Badekultur, die mittels Erklärungstafeln erläutert wird.

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33. ... Sich in der Weinstube des Restaurants Öpfelchammer vom Kellner ein Gläschen Wein einflössen lassen, während man kopfüber vom Deckenbalken hängt.

Gottfried Keller, der gegenüber der Öpfelchammer am Rindermarkt aufwuchs, war Stammgast in der Weinstube, die heute die älteste ihrer Art in Zürich ist. Aus seiner Zeit stammt auch das traditionelle Reglement der Weinstube Oeli, das auch heute noch erwünschte Verhaltensregeln wie das Grüssen der Anwesenden durch eintretende Gäste und das Klopfen auf die Tische anstelle von Applaus. Grund zum Klopfen gibt es vor allem, wenn ein Gast es schafft, das Gläschen Wein runterzuschlucken, das ihm vom Kellner eingeträufelt wird, während er kopfüber vom dicken Holzbalken der Weinstube hängt.

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34. ... Im Opernhaus in den Prunk von Kristallleuchtern und rotem Samt eintauchen.

Es muss nicht zwingend der Besuch einer Oper sein. Eine Führung durch das Opernhaus Zürich, die bis in den Kostümfundus führt, ist mindestens so lohnenswert. Im neu gestalteten Restaurant Belcanto kann man nach den Vorstellungen mit etwas Glück einen der Darsteller antreffen.

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35. ... Im Restaurant El Lokal an der Sihl Tapas essen.

Richtig dazu gehört im El Lokal erst, wer ein T-Shirt mit "El Lokal"-Aufdruck vom Inhaber Viktor Bänziger persönlich überreicht bekommt. Aber auch alle anderen sind im Trendschuppen an der Sihl willkommen, wo neben Tapas auch regelmässig Konzerte angeboten werden. Und nicht zu vergessen: Bayerisches Weissbier vom Fass!

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36. ... Am Freitag des Street-Parade-Wochenendes die ersten Acts besuchen und dadurch den Provinzlern aus dem Weg gehen.

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37. ... Eine der hippen Quartierbeizen "Kafischnaps" oder "Nordbrücke" besuchen und sich wie ein echter Zürcher fühlen.

Obwohl beide Restaurants als Treffpunkt für trendige Zürcher gelten, haben sie ihren ursprünglichen Beizen-Charme bewahrt.

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38. ... Beim Kolonialwarenhändler Schwarzenbach im Niederdorf in die Vergangenheit eintauchen und edle Produkte wie kandierte Früchte oder frisch gemahlenen Kaffee kaufen.

 Zwar sind gedörrte Ananas und Kaffeebohnen aus Südamerika im 21. Jahrhundert keine Sensationen mehr. Gleichwohl ist das Schwarzenbach, das sich nach wie vor Kolonialwarengeschäft nennt, aufgrund seiner hohen Qualität und nostalgischen Aufmachung auch heute noch ein Anziehungspunkt für Gourmet-Einkäufer.

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39. ... Die Stadt Zürich mit 40 Schritten umrunden.

Das Stadtmodell im Massstab 1: 1000 im Amtshaus 4 an der Lindenhofstrasse 19 machts möglich. Im Haus zum Rech am Neumarkt kann man zudem ein Stadtmodell von Zürich um 1800 betrachten.

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Fotos: Matthias Scharrer, Mario Heller, Keystone, Stadt Zürich, Kino Xenix, Restaurant Öpfelchammer, Moritz Hager, Google Maps, Twitter, Facebook, ZVG

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