Zürich
34 Meter breit: Neuer Zugang vom Europaplatz zum Hauptbahnhof eröffnet

Anschluss für ein neues Zürcher Stadtquartier: Am Mittwochabend haben SBB, ZVV und Stadt den neuen Zugang von der Europaallee zum Hauptbahnhof offiziell eingeweiht und eröffnet. Integriert ist auch ein Denkmal.

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WALTER BIERI

Der neue Zugang schaffe von der Europaallee, einem der zentralen Entwicklungsareale der SBB, eine schnelle und barrierefreie Verbindung für Reisende von der Stadt in die ganze Schweiz, wird SBB-Chef Andreas Meyer in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert.

Mit 34 Metern handelt es sich um den breitesten Zugang zum HB - und er ist einzigartig: Im Dach hat Künstler Carsten Höller ein Denkmal zu Ehren von Hans Künzi geschaffen. Der ehemalige, im Jahr 2004 verstorbene FDP-Regierungsrat gilt als "Vater der Zürcher S-Bahn".

Beim Denkmal handelt es sich nicht um ein klassisches Personenstandbild. Es ist vielmehr eine abstrakte Auseinandersetzung mit Künzis Tätigkeitsfeldern Mathematik, Datenverarbeitung und Verkehr.

So sind 400 beleuchtete Kreise L-förmig im Dach des Zugangs zur Passage Sihlquai angebracht. Die Kreise bewegen sich in unterschiedlichen Tempi und verschiedenen Richtungen vorwärts. Sie symbolisieren die Menschenströme im Zürcher Hauptbahnhof.

Die Zürcher Regierung verstehe dieses Denkmal als Auftrag, die Vision von Hans Künzi weiterzutragen und den öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich weiterzuentwickeln, sagte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP). Den neuen Zugang mit Denkmal bezeichnete sie als krönenden Abschluss des letzten Projektteils der Durchmesserlinie.

Die Kosten für den neuen Aufgang und die Fertigstellung der Passage Sihlquai betragen rund 24 Millionen Franken. Einen Drittel übernimmt der Kanton Zürich, zwei Drittel der Bund. Die SBB investiert in den Ausbau der Shopflächen rund 38 Millionen Franken.