Zürich Oberland

300 Meter lang 4,9 Millionen Franken teuer: Im Zürcher Oberland werden grosse Pläne ausgeheckt

Über das Tal: Eine Hängebrücke für Fussgänger und Velofahrer soll die Ortsteile Sack und Seegräben miteinander verbinden.

Über das Tal: Eine Hängebrücke für Fussgänger und Velofahrer soll die Ortsteile Sack und Seegräben miteinander verbinden.

Es ist ein Mammutprojekt, das sich der Seegräbner Gemeinderat für die nächsten Jahre vorgenommen hat. An einem öffentlichen Informationsabend klärte er die Bevölkerung darüber auf, dass er eine Fussgänger- und Radwegbrücke über das Aatal bauen will.

Dank dieses Mammutprojekts, das in der Nähe des Sauriermuseums zu liegen kommt, sollen die beiden Ortsteile Seegräben und Sack, die heute durch den tiefen Taleinschnitt voneinander getrennt sind, besser verbunden werden.

Die Strecke zwischen den beiden Dörfern könnte so auch gerade für Fussgänger und Radfahrer sicherer werden. «Es ist eine gute Lösung», sagte FDP-Gemeindepräsident Marco Pezzatti.
Gebaut werden soll die 300 Meter lange, 40 Meter hohe und drei Meter breite Hängebrücke zwischen Weid und Aathalrain. Laut den beiden Projektverantwortlichen Heinz Meier und Severin Aschwanden ist am Brückentiefpunkt ein Liftturm mit zwei Aufzügen und einer Aussentreppe geplant. Dieser soll für einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof sorgen.

Auf der Brücke wird laut Aschwanden ein Zaun von 1,80 Meter Höhe den Spazier- und Radweg absichern. Kosten soll das Grossprojekt, das voraussichtlich Ende 2024 fertig sein soll, insgesamt 4,9 Millionen Franken. «Die Finanzierung ist noch nicht abschliessend geklärt», sagt Pezzatti. «Wir werden aber sicherlich den Steuerfuss erhöhen müssen.»

Noch ist das Projekt nicht in Stein gemeisselt. Erst müssen laut dem Gemeindepräsidenten noch eine Machbarkeitsabklärung mit dem Kanton gemacht und Richtpläne angepasst werden. Die Stimmbevölkerung werde voraussichtlich Ende 2020 über die Hängebrücke im Aatal befinden.

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