Laserattacken
300 Blendeangriffe mit Laserpointern im Kanton Zürich

Rund 300 Blendattacken mit Laserpointer sind im Kanton Zürich seit 2011 polizeilich registriert worden. Laserpointer dienen normalerweise als optische Zeigestäbe bei Vorträgen und Präsentationen, werden aber seit einigen Jahren vermehrt missbräuchlic

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Bisher wurden im Kanton Zürich 40 Personen ermittelt, die Laserpointer missbräuchlich eingesetzt haben. (Archiv)

Bisher wurden im Kanton Zürich 40 Personen ermittelt, die Laserpointer missbräuchlich eingesetzt haben. (Archiv)

Keystone

Blendangriffe auf Lokführer und Piloten stellten ein beträchtliches Risiko dar, hält die Regierung fest. Wer eine solche Straftat begehe, müsse mit einer Verurteilung wegen Störung des öffentlichen Verkehrs oder wegen einfacher oder schwerer Körperverletzung rechnen. Bisher wurden im Kanton Zürich 40 Personen ermittelt, die Laserpointer missbräuchlich eingesetzt haben.

Der Regierungsrat unterstützt deshalb Bestrebungen auf Bundesebene, Laserpointer mit einer Leistung von mehr als einem Milliwatt zu verbieten. In welchem Erlass künftig eine klare gesetzliche Regelung getroffen werde, sei von untergeordneter Bedeutung. Entscheidend sei, dass ein Verbot und Strafbestimmungen rasch erlassen werden.

Polizei testet Schutzbrillen

Im Kanton Zürich hat die Polizei im Sinne einer Sofortmassnahme damit begonnen, bei Personenkontrollen Laserpointer zu konfiszieren, wenn der Verdacht auf eine missbräuchliche Verwendung besteht.

Ausserdem prüft die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit dem Forensischen Institut und dem Eidgenössischen Institut für Meteorologie neu auf den Markt kommende Schutzbrillen gegen Laserstrahlen. Erfüllten die Schutzbrillen die technischen Anforderungen, würden sie in einem Tragversuch getestet.

Am Versuch beteiligen sich neben der Zürcher Kantonspolizei die Stadtpolizeien Zürich und Winterthur. Ziel sei, für den polizeilichen Frontdienst möglichst rasch geeignete Schutzbrillen zu beschaffen, schreibt der Regierungsrat.