Zürcher Reformierte
250'000 Franken für Christen und Jesiden im Irak und in Syrien

Die Reformierte Landeskirche des Kantons Zürich zahlt eine Viertelmillion Franken für Nothilfe-Projekte im Irak und in Syrien. Hauptpartner ist das in Irak ansässige Hilfswerk Christian Aid Program Northern Iraq (CAPNI).

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Der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich hat Beiträge von insgesamt 258'000 Franken an verschiedene Hilfsprojekte beschlossen. (Archivbild).jpg

Der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche des Kantons Zürich hat Beiträge von insgesamt 258'000 Franken an verschiedene Hilfsprojekte beschlossen. (Archivbild).jpg

nordirak-turabdin.de

Die Lage der Christen und der Jesiden im Irak und in Syrien habe sich durch den Vormarsch der Terrormiliz IS weiter verschlechtert. Viele seien getötet oder verschleppt und versklavt worden, wie die Reformierte Landeskirche des Kantons Zürich am Donnerstag mitteilte. Hunderttausende seien geflohen, lebten in improvisierten Unterkünften und seien auf Nothilfe angewiesen.

Diese dramatische Entwicklung hat gemäss der Mitteilung dazu beigetragen, dass auf dem von der reformierten Zürcher Landeskirche 2009 eingerichteten Sammelkonto "Bedrängte Christen" im letzten halben Jahr rund 300'000 Franken eingegangen sind. Es handle sich dabei um grössere Beiträge von Institutionen und Stiftungen, Kollekten aus Kirchgemeinden und Spenden von Privatpersonen.

Der Kirchenrat hat nun Beiträge von insgesamt 258'000 Franken an verschiedene Hilfsprojekte beschlossen. Das Hilfswerk CAPNI versorgt vertriebene Christen und Jesiden mit dem Notwendigsten des täglichen Bedarfs. Dazu gehört eine grosse Lieferung an Teppichen, damit die Flüchtlingsfamilien nicht mehr auf dem nackten Boden oder auf Kartonunterlagen leben und schlafen müssen.

Kleinere Beiträge gehen an Nothilfeprojekte von HEKS, Aramaic Relief International und eine Stiftung für Traumatherapie in Irakisch-Kurdistan. Und in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirchgemeinde Uitikon gehen 50'000 Franken an einen Ausbildungsfonds für Studierende.