21 Krippen aus aller Welt sind ab Freitag bis am 5. Januar 2014 im Landesmuseum Zürich ausgestellt. Darunter sind einige ganz besondere Exemplare, wie es in einer Mitteilung des Museums heisst. Die Ausstellung wird von einem speziell auf Kinder zugeschnittenen Rahmenprogramm ergänzt.

Die Figuren tragen teils ländertypische Trachten und zeugen von unterschiedlichen weihnächtlichen Traditionen. Eingebettet sind die Exponate in eine romantische, winterliche Landschaft.

Die stammen aus der Schweiz, aus Peru, Russland, Polen, Deutschland, Italien und Frankreich. Im Zentrum der Ausstellung stehen selten gezeigte Krippen.

Zu den schönsten Krippen aus der Schweiz gehören Werke der so genannten "Einsiedler Kleinplastiker". Diese Bildhauer arbeiteten im 18. und 19. Jahrhundert für das Kloster, für Pilger oder für gut situierte Bürger in der Region, wie das Landesmuseum am Donnerstag schreibt.

In Jahrhunderten zusammengestellt

Bis zu 80 Zentimeter grosse Figuren gehören zur Krippe aus dem Frauenkloster St. Anna in Luzern. Sie wurde jeweils zu Weihnachten in der Klosterkirche aufgestellt. Zu sehen sind die Heilige Familie, das in Bänder gewickelte Jesuskind, die Heiligen drei Könige, zwei Lakaien, ein Engel, ein Hirte und zwei Bauern.

Die Figuren stammen aus verschiedenen Jahrhunderten: Die prächtigen Gewänder der Könige sind aus kostbaren Stoffen des ausgehenden 17. Jahrhunderts geschneidert, die Lakaien sind nach der Mode des 18,. Jahrhunderts gekleidet, und der Engel entstand im frühen 19. Jahrhundert. Dies macht deutlich, dass das Krippenensemble immer wieder ergänzt wurde.

Die älteste Hauskrippe in der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums stammt aus der Zürcher Porzellanmanufaktur Schooren. Die kostbaren kleinen Figuren wurden um 1780 geschaffen.

In mehreren Iglus sind Krippen aus aller Welt aus dem 20. Jahrhundert präsentiert. Ein besonderes Exemplar ist laut Mitteilung die so genannte "Shopka" aus Südpolen, eine Tragekrippe aus Stanniol und Buntpapier. Die Figuren einer Krippe aus Peru sind aus Maismehl und Papier gefertigt.

Verschiedene Rahmenangebote - Geschichten, Musik, Basteln und dergleichen - runden die Ausstellung ab, die bewusst auf Kinder als Zielpublikum ausgerichtet ist.