Schenkung
20-Millionen-Franken-Schenkung für Zürcher Kunsthaus-Erweiterung

Die Walter-Haefner-Stiftung unterstützt die Erweiterung des Zürcher Kunsthauses mit einer Schenkung von 20 Millionen Franken. Zur Würdigung des Engagements wird die neue zentrale Eingangshalle nach dem verstorbenen Unternehmer Walter Haefner benannt.

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Erweiterungsbau vom Kunsthaus Zürich
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Blick vom Skulpturenpark zum Kunsthaus-Erweiterungsbau
Der Erweiterungsbau bietet auch Platz für die Kunstsammlung des Industriellen Emil Bührle
Blick durch die Eingangshalle des Chipperfield-Baus, die auch als Zugang zum Skulpturengarten dient (zvg)
Kunsthaus bei Nacht

Erweiterungsbau vom Kunsthaus Zürich

Zur Verfügung gestellt

Die Stiftung habe bereit 2011 einen grösseren Beitrag zugesichert. Dieser sei nun signifikant erhöht worden, schreibt das Kunsthaus in seiner Mitteilung vom Montag. Über fast fünf Jahrzehnte sei Walter Haefner, Gründer des Autoimportunternehmens AMAG, dem Kunsthaus als Mitglied der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde eng verbunden gewesen.

1995 schenkte er dem Kunsthaus zwölf Werke französischer Meister: Von Monet, Gauguin, Magritte, Seurat, van Gogh und Degas. Diese Werke hätten den beliebtesten Teil der Sammlung zwischen Impressionismus und Klassischer Moderne entscheidend verstärkt, schreibt das Kunsthaus.

Der vom englischen Architekten David Chipperfield entworfene Erweiterungsbau zum Kunsthaus kostet 206 Millionen Franken und soll 2017 eröffnet werden. Das Zürcher Kunsthaus wird nach der Erweiterung das grösste Kunstmuseum der Schweiz sein.

Die Zürcher Kunstgesellschaft als Trägerverein des Kunsthauses hat zugesagt, sich an den Erstellungskosten des Baus mit 88 Millionen Franken von privater Seite zu beteiligen. Mit dem Beitrag der Haefner-Stiftung sei nun die 70-Millionen-Franken-Marke erreicht worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Kunstgesellschaft ist zuversichtlich, ihr Ziel bereits zum Baubeginn Ende 2013 zu erreichen. Die von einer grossen Anzahl Stiftungen, Familien und Unternehmen gespendeten Gelder würden in einer eigens gegründeten Förderstiftung zweckgebunden verwaltet.

Die Stadt Zürich beteiligt sich mit 88 Millionen Franken am Erweiterungsbau, der Kanton zahlt 30 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds.

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