Fussgängerachse
19 Einwendungen gegen Uranistrasse-Projekt

Die Zeichen für eine durchgehende Fussgängerachse Paradeplatz-Hauptbahnhof stehen gut. Die Stimmung zum Projekt Uraniastrasse sei positiv. Von 19 Einwendungen verlangt nur eine einen kompletten Verzicht auf das Projekt.

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Keystone

Die ablehnende Stellungnahme befürchte vor allem eine Kapazitätsverringerung des Verkehrssystems, heisst es vom Tievbauamt der Stadt Zürich am Mittwoch. Die anderen Einwendungen enthielten Anpassungsvorschläge, die teilweise in die weitere Projektentwicklung einflössen.

Beispielsweise wurde eine andere Anordnung der Parkplätze in der Nüschelerstrasse oder eine verbesserte Erreichbarkeit der oberen Löwenstrasse gewünscht.

Der Bericht zu den Einwendungen liegt vom 14. Juni bis 12. August beim Tiefbauamt der Stadt Zürich auf. Er ist ebenfalls ab 14. Juni im Internet verfügbar.

Nach Überarbeitung des Projekts findet die Auflage nach Paragraph 16 des Strassengesetzes statt. Im Rahmen dieser Auflage können Direktbetroffene die rechtliche Überprüfung des Projekts verlangen. Gemäss Tiefbauamt ist vorgesehen, die Uraniastrasse und die noch zu erarbeitenden Projekte für die verkehrsberuhigten Strassenzüge als Gesamtvorlage aufzulegen.

Mehr Freiheit für Fussgänger

Im kantonalen Richtplan ist vorgesehen, dass in der Uraniastrasse wieder Gegenverkehr herrscht. Dadurch soll es möglich werden, in der Sihlstrasse zwischen St.-Anna-Gasse und Bahnhofstrasse sowie in der Bahnhofstrasse bei der Einmündung des Rennwegs eine Fussgängerzone einzurichten.

Dadurch entstünde eine durchgehende Fussgängerachse zwischen Paradeplatz und Zürcher Hauptbahnhof. Diese würde nur durch die Querung der Uraniastrasse unterbrochen. Keinen Einfluss hat die Umgestaltung auf den Tramverkehr.

Von der Neugestaltung erhofft sich die Stadt weniger Emissionen, mehr Passantinnen und Passanten, mehr Ruhe und mehr Platz für die Boulevardgastronomie. Die Gesamtkosten werden auf rund 13 Millionen Franken geschätzt. Die Bauarbeiten sollen frühestens 2016 beginnen.

Da es sich bei der Uraniastrasse um eine Staatsstrasse handelt, muss der Regierungsrat entscheiden, ob die Verkehrsführung verändert werden darf oder nicht.