"Gasträume 2017"
18 temporäre Kunstprojekte auf Zürcher Plätzen - auch Yoko Ono ist dabei

Wenn auf öffentlichen Plätzen in der Stadt Zürich Passanten plötzlich die Stimme von Yoko Ono hören, unterliegen sie keiner Sinnestäuschung. Die japanisch-amerikanische Künstlerin ist Teil des Projektes "Gasträume 2017", das Kunst im öffentlichen Raum zeigt.

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Die japanisch-amerikanische Künstlerin und John Lennons Witwe, Yoko Ono, ist ebenfalls Teil des Projektes. (Archiv)

Die japanisch-amerikanische Künstlerin und John Lennons Witwe, Yoko Ono, ist ebenfalls Teil des Projektes. (Archiv)

Keystone

Die Beteiligung von Yoko Ono sei einer der Höhepunkte des Projektes "Gasträume", heisst es in einer Mitteilung des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes der Stadt Zürich vom Mittwoch. Ono werde über Lautsprecher, die von Verkäufern des Magazins "Surprise" transportiert werden, zum Weltfrieden aufrufen.

"Gasträume" spielt sich zwischen dem 10. Juni und 3. September in der Innenstadt, in Zürich-West und in Altstetten ab. Auf öffentlichen Plätzen werden 18 Skulpturen, Installationen und andere künstlerische Interventionen präsentiert, die speziell für diese Orte entwickelt wurden.

Auseinandersetzung mit der Zeit

Auffällig sei die Auseinandersetzung der Kunst mit Zeitfragen, heisst es in der Mitteilung. So installiert etwa der junge Schweizer Künstler Peter Baracchi auf dem Altstetterplatz einen Kleingarten, der mit Stacheldraht geschützt ist. Und der polnische Konzeptkünstler Artur Zmijewski thematisiert in seiner Installation Nationalismus und kulturelle Unterdrückung.

Mit dem Spannungsfeld von Natur und Zivilisation befassen sich der in Berlin lebende Zürcher Kerim Seiler mit dem "Marmor-Eisbär" auf dem Paradeplatz und der britische Künstler Mark Handforth mit seiner Skulptur "Snow White" (Schneewittchen) am Steinfelsplatz.

Auf dem Programm der "Gasträume 2017" steht auch ein Honegger-Spaziergang. Dieser führt zu Werken, die der im vergangenen Jahr verstorbene Zürcher Künstler Gottfried Honegger im Stadtraum hinterlassen hat.

Die von einer Fachjury empfohlenen Projekte werden von privaten Galerien und Institutionen finanziert. Die Stadt stellt den öffentlichen Raum zur Verfügung.