Stefan Langenauer, Chef des Statistischen Amtes, hatte die Aufgabe, den Parteien, die nicht im Kantonsparlament vertreten sind, eine Listennummer zuzulosen. Die Arbeit war schnell erledigt. Nur gerade drei Mal musste er einen Zettel aus der Blumenvase fischen.

Die Listenplätze 1 bis 10 wurden gemäss dem Gesetz über die politischen Rechte aufgrund der Parteistärke im Parlament vergeben: 1 SVP, 2 SP, 3 FDP - Die Liberalen, 4 Grüne, 5 GLP, 6 CVP, 7 EVP, 8 BDP, 9 EDU und 10 Alternative Liste (AL).

Die Listennummer 11 holte sich die Integrale Politik (IP), die lediglich im Bezirk Affoltern mit vier Kandidierenden antritt. Die Partei wurde erst im März 2014 gegründet und propagiert nach eigenen Angaben ein "ganzheitliches Menschenbild ohne Selbstsucht und Partikularinteressen".

Die Nummer 12 wurde den Jungsozialisten (Juso) zugelost, den 13. und letzten Platz belegt die "Piratenpartei - humanistisch liberal progressiv". Während die Juso lediglich im Bezirk Uster mit sieben Kandidierenden antritt, gehen für die Piraten 59 Kandidierende in 12 Wahlkreisen ins Rennen.

Beat Bloch, der einzige Christlich-Soziale im Kantonsrat, kandidiert erneut im Stadtzürcher Wahlkreis 1/2 auf der grünen Liste. Die CSP ist im Kanton Zürich zu schwach, als dass die mit einer eigenen Liste eine Erfolgschance hätte.

Fast unveränderte Zahl von KandidierendenDie Zahl der eingereichten Listen ist mit 13 im Vergleich zu 2011 unverändert geblieben. Die Rekordzahl stammt aus dem Jahre 2003: Damals waren in den 18 Wahlreisen 47 Listen gemeldet worden.

Mit ein Grund für den Rückgang dürfte laut Peter Moser vom Statistischen Amt das Wahlverfahren doppelter Puckelsheim sein, das Listenverbindungen nicht mehr zulässt.

Auch die Zahl der Kandidierenden ist mit 1734 gegenüber 2011 praktisch unverändert geblieben. Dagegen ist der Frauenanteil mit 36 Prozent leicht höher als vor vier Jahren. Den höchsten Anteil stellen die Grünen mit 49 Prozent, gefolgt von AL mit 44 und SP mit 42 Prozent.

Bei der SVP beträgt der Anteil Frauen gerade mal 20 Prozent, bei den Piraten und bei den Juso gar nur 14 Prozent.

Grosse Unterschiede gibt es auch zwischen den einzelnen Wahlkreisen: Im Wahlkreis 6 und 10 in der Stadt Zürich sind 45 Prozent der Kandidierenden Frauen, im Bezirk Dietikon lediglich 29 Prozent.

Im Schnitt sind die Kandidierenden 46 Jahre alt. Zwischen den Geschlechtern besteht dabei kein Unterschied. Dagegen sind die Bisherigen mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren etwa fünf Jahre älter als die Neukandidierenden.

Das höchste Durchschnittsalter weist mit 60 Jahren die IP Zürich auf. Bei den Piraten beträgt es 35 und bei den Juso 22 Jahre.

Den höchsten Anteil Bisheriger, die am 12. April nicht mehr zur Wahl antreten, hat die SVP mit 19 Pozent. Bei der FDP beträgt der Anteil 17 Prozent, bei der SP 14 Prozent.