Kanton und Gemeinden konnten 2014 dadurch 73 Millionen Franken Nachsteuern verbuchen, der Bund weitere 20 Millionen Franken. 2013 waren 1300 neue Selbstanzeigen eingegangen, und 700 Fälle wurden erledigt.

Die Möglichkeit einer straflosen Selbstanzeige für nicht deklarierte Einkommen und Vermögen können Steuersünder seit 2010 nutzen und zwar einmal im Leben. Sie müssen dann zwar Nachsteuern auf maximal zehn Jahre zurück bezahlen, erhalten jedoch keine Busse.

Aus den 2014 abgeschlossenen 1400 Selbstanzeigen ergaben sich auf maximal zehn Jahre aufgerechnete Einkommen von rund 203 Millionen Franken und Vermögen von 7,013 Milliarden Franken. Damit sind Vermögen in Höhe von 1,060 Milliarden Franken nachhaltig aufgedeckt worden. Das heisst, diese Vermögen tauchen auch in künftigen Steuerdeklarationen auf.

Auch dies ist ein neuer Höchstwert, der die bis dahin registrierten 530 bis 660 Millionen Franken der Vorjahre deutlich übertrifft, wie die Finanzdirektion am Dienstag mitteilte.

Rund ein Drittel der 2014 erledigten Fälle betraf bisher nicht deklarierte Einkommen, wie beispielsweise Nebenbeschäftigungen, Alimente, Renten, nicht gerechtfertigte Abzüge oder nicht verbuchte Umsätze.

Zwei Drittel entfielen auf nicht deklarierte Vermögen und Erträge aus solchen. Dazu gehören Wertgutschriften, Bankkonten, Gold, Kunstgegenstände, Liegenschaften, unverteilte Erbschaften, verdeckte Gewinnausschüttungen oder Darlehen. Der mit Abstand grösste Teil der Selbstanzeigen stammte von natürlichen Personen.