Wohnungen
122 gemeinnützige Wohnungen für das Zürcher Seefeld-Quartier

Mit dem Bau der städtischen Siedlung «Areal Hornbach» will der Zürcher Stadtrat den Angebot an günstigen Wohnungen im Seefeld-Quartier erhöhen. Sofern dem 70-Millionen- Projekt keine Steine in den Weg gelegt werden, sind die Wohnungen Mitte 2018 bezugsbereit.

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Ausschnitt der neuen Überblickskarte aller gemeinnütziger Wohnungen im Kanton Zürich

Ausschnitt der neuen Überblickskarte aller gemeinnütziger Wohnungen im Kanton Zürich

www.gis.zh.ch

Der Anteil an gemeinnützigem Wohnraum im Kreis 8 liege heute weit unter dem städtischen Durchschnitt, teilte das Hochbaudepartement am Freitag mit. Mit dem Bau der neuen Siedlung soll sich dies ändern.

Den Anstoss dazu gab eine Ende Dezember 2008 eingereichte Motion von CVP und EVP. Darin wurde verlangt, in den Quartieren Seefeld und Riesbach vor allem für Familien mehr Wohnungen zu bauen.

Wohnungen für Familien

Das aus einem Architekturwettbewerb als Sieger hervorgegangene Projekt «1001 Nacht» des Zürcher Teams Knapkiewicz & Fickert sieht 122 Wohnungen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsräume vor. Auch sind eine Kinderbetreuungsstätte sowie ein Werkhof im Untergeschoss geplant. Über 70 Prozent der Wohnungen sind für Familien gedacht.

Erstellt wird die Siedlung auf zwei städtischen Parzellen an der Ecke Bellerive-/Hornbachstrasse, und zwar im Minergie-P-Standard. Der Gestaltungsplan wird 2013 erarbeitet und aufgelegt, so dass der Gemeinderat voraussichtlich ein Jahr später über das Projekt befinden wird. 2015 dürfte es zur Volksabstimmung kommen.

Überarbeitetes «Programm Wohnen»

Laut Hochbaudepartement steht die geplante Siedlung exemplarisch für die wohnpolitischen Aktivitäten des Stadtrates. Dieser hat in diesen Tagen sein «Programm Wohnen» überarbeitet, das die Ziele des städtischen Wohnungsbaus enthält.

Anlass für die Revision des Programms war die Volksabstimmung vom vergangenen November, als die Zürcherinnen und Zürcher mit überwältigendem Mehr dem neuen wohnpolitischen Grundsatzartikels in der Gemeindeordnung zustimmten. Dieser hat zum Ziel, den Anteil gemeinnütziger Wohnungen bis im Jahr 2050 auf einen Drittel zu erhöhen.