Wohnen werden in der neuen Unterkunft Asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen, die zuvor in einem kantonalen Durchgangszentrum untergebracht waren und dann der Stadt Zürich zugewiesen wurden.

Die erwerbsfähigen Erwachsenen werden tagsüber einer Arbeit oder Beschäftigung nachgehen, die Kinder den Kindergarten oder die öffentliche Schule im Quartier besuchen.

Raummodule aus Holz

Im Gegensatz zu den bestehenden Asylbewerber-Wohnsiedlungen in Leutschenbach und Altstetten sind die Raummodule an der Frohbühlstrasse in Seebach aus einheimischem Holz und nicht aus Metall gefertigt. Die 24 Wohneinheiten wurden seit Februar erstellt. Sie bieten Platz für je vier oder sechs Personen und verfügen über eine Küche und sanitäre Anlagen.

Neuer Platz für 120 Asylsuchende

Neuer Platz für 120 Asylsuchende

In Seebach wurde heute die neue temporäre Wohnsiedlung Zihlacker eröffnet. Der Bau grenzt an eine Siedlung, ganz zum Unmut des Quartiervereins.

In einer öffentlichen Ausschreibung hatte die Holzbau-Firma mit dem kostengünstigsten Angebot den Zuschlag erhalten. Der Baukredit von 5,7 Millionen Franken werde eingehalten, heisst es in einer Mitteilung.

Die Siedlung wird voraussichtlich 10 bis 15 Jahre auf dem städtischen Areal in Seebach stehen. Die modulare Bauweise ermöglicht es, sie dann zu demontieren und an einen anderen Ort zu verschieben.

Die Stadt Zürich ist gemäss kantonaler Vorgabe heute verpflichtet, 2772 Asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen zu übernehmen. Angesichts der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt baut die Asyl Organisation Zürich (AOZ) seit 2010 in Zusammenarbeit mit dem städtischen Amt für Hochbauten temporäre Wohnsiedlungen.

Die Wohnsiedlung "Zihlacker" in Seebach grenzt an ein Wohnquartier. Die AOZ misst der Gestaltung des guten Zusammenlebens mit der Bevölkerung in der Nachbarschaft grosses Gewicht bei, wie es in der Mitteilung heisst. Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner werden eingeladen, in einer Begleitgruppe mitzuwirken.