Dabei handelt es sich um eine «reine Formsache», wie Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartements zu einem Bericht des «Tages-Anzeigers» vom Mittwoch sagte. Die Zahlen belegten, dass die im vergangenen März eröffnete ZAS eine nützliche Einrichtung sei - «so unschön sie auch ist». Sie habe deutlich zur Entlastung der Quartierwachen beigetragen.

Laut Casanova besteht durchaus Bedarf für eine dauerhafte Lösung. So bestünden Pläne, die ZAS mit dem Vermittlungs- und Rückführungszentrum (VRZ) zusammenzulegen. Diese Einrichtung für Drogenabhängige ist in der Kaserne untergebracht. Ein Entscheid darüber erwartet Casanova frühestens im kommenden Herbst.

Durchschnittlich 12 Benutzer

Bis Ende 2010 haben insgesamt 510 Betrunkene ihren Rausch in den ausgedienten Gefängniszellen in der Nähe des Hauptbahnhofes ausgeschlafen. Pro Wochenende zählt die ZAS durchschnittlich 12 Benutzerinnen und Benutzer.

Ein Grossteil der in die ZAS Eingelieferten ist zwischen 18 und 40 Jahre alt, männlich und stammt aus der Stadt oder dem Kanton Zürich. Die Kosten für die Ausnüchterung werden grösstenteils auf die Benutzer abgewälzt. Ein «Zimmer» kommt diese teuer zu stehen: Je nach Aufenthaltsdauer sind sie der ZAS 600 Franken bis 950 Franken schuldig.

Die Zahlungsmoral war zu Beginn schlecht, wie der zuständige Projektleiter Anfang Oktober beklagte. Seither sei die Situation jedoch «deutlich besser» geworden, sagte Casanova.

Geöffnet ist die ZAS immer von Freitagabend bis Sonntagnachmittag. Für die nächtliche Betreuung stehen jeweils ein Polizist, drei Angestellte einer Sicherheitsfirma sowie zwei medizinische Fachpersonen bereit. (sda)