2015 gab es in der Stadt insgesamt 115 Stromausfälle - sieben weniger als im Vorjahr. Fast die Hälfte der Störungen wurde durch Dritte verursacht. Die andere Hälfte verteilte sich auf verschiedene Ursachen wie Alterung oder Materialfehler, wie das ewz am Dienstag mitteilte. Zwei der grösseren Stromausfälle waren im vergangenen Dezember auf technische Defekte zurückzuführen.

Die häufigste Ursache für Versorgungsunterbrüche seien unbeabsichtigte Kabelbeschädigungen bei Arbeiten von Drittfirmen. Oft konsultierten Baufirmen die Pläne für elektrische Leitungen nicht wie vorgeschrieben und beschädigten sie dann bei Grabarbeiten, heisst es in der Mitteilung.

Das ewz will deshalb in Zukunft Firmen vermehrt auf die Gefahren und Kosten bei Beschädigungen von elektrischen Leitungen aufmerksam machen. Ausserdem reicht das Elektrizitätsunternehmen Strafanzeige gegen die Verantwortlichen ein, wenn Fahrlässigkeit zu massiven Schäden führt.

Im schweizerischen Vergleich weise das ewz eine gute Stromversorgung auf, heisst es in der Mitteilung. Im Mittel müssten Stromkunden wegen Störungen mit einer Unterbrechungsdauer von 10 Minuten rechnen. Der schweizerische Durchschnitt für ungeplante Störungen liegt bei 16 Minuten.