Zürich
11-Millionen Projekt "Negrellisteg": Die geplante Brücke ist teilweise ausgesteckt

Ab heute liegen die Pläne für die Fussgängerbrücke «Negrellisteg» während dreissig Tagen beim Tiefbauamt der Stadt Zürich auf. Sofern alles nach Plan läuft, soll der Negrellisteg bis 2020 stehen.

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Das Projekt "Negrellisteg" nimmt Form an. (Archiv)

Das Projekt "Negrellisteg" nimmt Form an. (Archiv)

Flint & Neill Limited Explorations architecture

Die Dokumente sind auch auf der Website des Amtes einsehbar. Geplant ist eine Verbindungsbrücke über das SBB-Gleisfeld zwischen dem Gustav-Gull-Platz an der Europaallee und dem Negrelli-Platz im Kreis 5. Das Bauobjekt ist mittlerweile «soweit darstellbar» ausgesteckt, wie der Publikation zu entnehmen ist.

Wie die Brücke einst aussehen soll, hat die Stadt bereits in diesem Frühjahr bekannt gegeben. Es handelt sich um eine 160 Meter lange Brücke, die über spiralförmige Treppenaufgänge erreicht werden kann. Die Kosten für das 11-Millionen-Franken-Projekt werden hälftig zwischen den SBB und der Stadt Zürich aufgeteilt. Geht alles nach Plan, soll der Negrellisteg bis 2020 stehen. Die Kreditvorlage soll noch in diesem Jahr vor den Gemeinderat.

Ein gleichnamiges Vorgängerprojekt scheiterte 2016. Damals versenkte der Zürcher Stadtrat die Idee einer Verbindungsbrücke über das Gleisfeld, die auch für Velofahrer vorgesehen war. Grund war der Kostenpunkt von 30 Millionen Franken. Für Personen mit Zweirädern ist ein Tunnel unter dem Bahnhof hindurch in Planung, der 2021 eröffnet werden soll.

Kanton und Stadt sind sich aber bezüglich zum Tunnel zugelassenen Zweirädern noch uneins. Während der Kanton Elektro-Motorräder zulassen will, befürwortet die Stadt lediglich den Durchgang für Elektro-Motorfahrräder.