1. Ein Schwumm im See und in der Limmat ergibt ein erfrischend-urbanes Lebensgefühl – zumal sich in Bädern wie dem Seebad Enge (im Bild), dem Oberen Letten oder der Frauenbadi auch Bars für den Feierabend-Drink empfehlen.



2. Eine Nacht an der Langstrasse: Einst wegen des Rotlicht- und Drogenmilieus verrucht, hat sich die Langstrasse in den letzten Jahren zu Zürichs Partymeile schlechthin entwickelt. Nebst unzähligen Bars und Clubs in den Seitenstrassen stellt das Kanzleischulhaus-Areal mit seinem Biergarten, dem gepflegten Alternativ-Kino und dem Partytempel Kanzleiturnhalle inmitten des Trubels einen unverwüstlichen Treffpunkt dar.



3. Shopping muss auch sein. Aber nicht unbedingt an der noblen Bahnhofstrasse. Ein vielseitiges Angebot mit schicken kleinen Läden und Markthalle findet sich im Viadukt nahe der Josefwiese im Stadtkreis 5. Und immer wieder rumpelt ein Zug über das alte Bahnviadukt, in dessen Bögen die Läden untergebracht sind.



4. Zürich ist rasant gewachsen in den letzten Jahren. Am augenfälligsten ist dies in den grossen Neubauquartieren wie der Europaallee beim Hauptbahnhof oder beim Bahnhof Hardbrücke entlang der Gleise westwärts. Wer hier durchschlendert, atmet Grossstadtluft zwischen mächtigen Neubauten, die allerdings bisweilen noch seltsam unbelebt wirken.



5. Auch die Kulturstadt Zürich baut sich neu. Sehenswert ist das Ensemble aus Alt und Neu, das das Landesmuseum mit seinem architektonisch kühnen Erweiterungsbau darstellt. Die Bauarbeiten für die Kunsthaus-Erweiterung haben erst begonnen und sollen 2020 fertig sein – etwa gleichzeitig mit der Totalsanierung von Tonhalle und Kongresshaus.



6. Die Gegensätze von Alt und Neu, Innenstadt und Peripherie, armem und reichem Zürich lassen sich auf einer Tram- oder Busfahrt quer durch die Stadt erleben. Empfehlenswert sind dazu beispielsweise die Tramlinien 2 und 4 vom Seefeld nach Zürich Altstetten, oder auch die Buslinie 31 von Hegibachplatz nach Schlieren.



7. Eine Oase der Ruhe stellt der Friedhof Sihlfeld dar. Dank seiner grosszügigen Parkanlage dient er als Naherholungsgebiet inmitten des Stadtkreises 3. Auch die Gräber einiger prominenter Toter wie Gottfried Keller, Johanna Spyri, August Bebel, Henri Dunant oder Hugo Loetscher finden sich hier.



8. Die Hardturmbrache hat sich zu einer Sehenswürdigkeit der besonderen Art entwickelt, seit 2008 das Hardturmstadion abgerissen wurde. Neben den Ruinen des Hardturmstadions finden sich Gemeinschaftsgärten, eine kleine Skateranlage und ein kleiner Fussballplatz. Hingehen, bevor vielleicht doch noch ein neues Stadion gebaut wird!



9. Gemütlich einen Kaffee trinken und beobachten, wie sich rundherum die Stadt in Hektik ergeht: Dafür bietet sich das Belcafé auf der Bellevue-Traminsel an. Und wenn man schon mal in der Gegend ist, empfiehlt sich auch noch ein Spaziergang über den neugestalteten Sechseläutenplatz und ein Abstecher in dessen Untergrund, wo sich im Parkhaus Opéra eine kleine Ausstellung über Zürichs erste Siedler, die Pfahlbauer, befindet.



10. Wer genug hat vom urbanen Trubel, flüchtet auf den Üetliberg – per Üetlibergbahn oder zu Fuss auf den zahlreichen Wanderwegen durch den Wald. Zuoberst auf dem Kulm bietet sich bei klarer Sicht ein wunderschöner Blick über die Stadt und den See, während man in der Ferne die Flugzeuge in Kloten starten und landen sieht.



11. Nicht zu vergessen: Zürichs Altstadt. Einmal durch die engen Gassen rund ums Niederdorf schlendern – und einmal das verwinkelte alte Zürich vom Grossmünsterturm aus von oben betrachten, das muss schon auch sein.