Rotlichtmilieu

100 Zürcher Bordellen droht die Zwangsschliessung

Droht in Zürich das grosse Bordell-Sterben? (Symbolbild)

Droht in Zürich das grosse Bordell-Sterben? (Symbolbild)

Das Zürcher Rotlichtmilieu droht zu schrumpfen: Rund 100 Bordelle müssen innert 30 Tagen eine Bewilligung für ihren Betrieb einholen, ansonsten droht ihnen die Zwangsschliessung.

Wer in Zürich Freier bedienen will, braucht es eine baurechtliche Nutzungsbewilligung und eine Betriebsbewilligung der Sittenpolizei. Ende 2013 lief die Einreichungsfrist ab, doch von den 160 städtischen Puffs haben es viele versäumt, ihrer Pflicht nachzukommen. «Bis Ende Jahr sind 52 Gesuche eingegangen», sagt der Medienchef der Stadtpolizei Zürich, Marco Cortesi, gegenüber dem «Sonntagsblick». «Davon wurden bis heute sechs bewilligt.» Seit Anfang 2014 seien noch fünf weitere Gesuche eingegangen. Eigentlich zu spät, doch die Stadt zeigt sich kulant.

Die restlichen 100 Etablissements bekamen von der Stadt Zürich eine letzte 30 Tage Frist gesetzt, um die drohende Zwangsschliessung abzuwenden. Valentin Landmann, der einigen Betrieben beim Gang durch den Behördendschungel unterstützt, freut sich über die Schonfrist der Stadt. Allerdings konstatiert er skeptisch: «Ein nicht unerheblicher Teil dieser Betriebe wird verschwinden.» Denn das Bewilligungsverfahren enthält so manche Hürde. Liegt etwa der Wohnanteil im Quartier über 
50 Prozent, erhalten Betreiber nur im Ausnahmefall eine Bewilligung.

Meistgesehen

Artboard 1