Hallenstadion Zürich
10'000 Gläubige besuchten den Kongress der Zeugen Jehovas

In Zürich ist am Sonntagnachmittag das dreitägige Treffen der Religionsgemeinschaft zu Ende gegangen. Im Vorfeld wurde der Anlass kritisiert.

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Tausende besuchten im Zürcher Hallenstadion den Kongress der Zeugen Jehovas. (Symbolbild)

Tausende besuchten im Zürcher Hallenstadion den Kongress der Zeugen Jehovas. (Symbolbild)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Im Zürcher Hallenstadion ist am Sonntagnachmittag der dreitägige Regionalkongress der Zeugen Jehovas zu Ende gegangen. Über 10'000 Personen aus der Deutschschweiz und Süddeutschland besuchten die Veranstaltungen, wie die Religionsgemeinschaft mitteilte.

Der Kongress stand dieses Jahr unter dem Titel «Bleibe Jehova gegenüber loyal». Mit Vorträgen und über 40 Videoclips sei beleuchtet worden, was Jesus zu einem loyalen Menschen und somit zu einem «perfekten Beispiel» gemacht habe, heisst es in der Mitteilung. Unterstützt worden sei das Programm auch multimedial.

Die Fachstelle Infosekta hatte den Kongress im Vorfeld wegen der Ausweitung der Ächtung auf nicht aktive Mitglieder kritisiert. Solche Inaktiven hätten bisher weiter Kontakt zu den Familien pflegen können.

«Sündhafte Inaktive» würde nun aber neu wie ausgeschlossene Mitglieder geächtet. Mit ihnen sollen Zeugen Johovas keinerlei Umgang pflegen. Das gelte auch für engste Familienangehörige. Ausschlussgründe seien etwa Sex vor der Ehe, wiederholtes Rauchen oder Kritik an der Organisation, schreibt Infosekta.