Volksinitiative

«1% gegen die globale Armut»: Stadt soll Hilfswerke unterstützen

Ein Teddybär am Ende einer langen Reise: Solche kleinen Gesten sowie Gespräche mit Flüchtlingen seien wichtig, heisst es bei Hilfswerken.

Ein Teddybär am Ende einer langen Reise: Solche kleinen Gesten sowie Gespräche mit Flüchtlingen seien wichtig, heisst es bei Hilfswerken.

Die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) hat am Mittwoch in Zürich die städtische Volksinitiative «1 % gegen die globale Armut» lanciert. Die Stadt Zürich soll künftig mit einem Prozent ihres Budgets Hilfswerke im Bereich der globalen Armut und Gesundheit unterstützen.

Dabei sollen insbesondere Hilfsprojekte berücksichtigt werden, die durch unabhängige wissenschaftliche Forschung als kosteneffektiv eingestuft werden, wie die Stiftung mitteilte. Man wolle gezielt die wirksamen Hilfswerke fördern. Die wissenschaftliche Forschung zeige, dass manche Entwicklungsprojekte pro Spendensumme bis zu 100 mal mehr bewirkten als der Durchschnitt.

Ausserdem soll sich die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei Bund und Kanton dafür einsetzen, damit die Entwicklungshilfe der Schweiz auf ein Prozent der Wirtschaftsleistung erhöht wird.

Im internationalen Vergleich schneide die Schweiz nämlich nicht gut ab. 2015 habe sie nur 0,52 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Entwicklungszusammenarbeit investiert und habe damit nicht einmal das UNO-Mindestziel von 0,7 Prozent erreicht, heisst es in der Mitteilung.

Unterstützt wird die Initiative von Mitgliedern der Grünen, der Jungen Grünen, den Jungsozialisten und der GLP. Die Stiftung für Effektiven Altruismus ist eine soziale Bewegung, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Leben gerettet oder verbessert werden können.

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