Zürich
1,2 Millionen Franken für drei Frauenhäuser

Die drei Frauenhäuser im Kanton Zürich erhalten mehr Geld. Das Kantonale Sozialamt erhöht seinen Beitrag an die bezugsberechtigten privaten Institutionen von rund 500'000 Franken auf rund 1,2 Millionen Franken. Dies teilte die Sicherheitsdirektion am Freitag mit.

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Im Frauenhaus erhalten Opfer häuslicher Gewalt vorübergehend ein sicheres Zuhause.

Im Frauenhaus erhalten Opfer häuslicher Gewalt vorübergehend ein sicheres Zuhause.

Sandra Ardizzone

Drei Frauenhäuser bieten im Kanton Zürich mit rund 60 Plätzen während 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr Schutz für gewaltbetroffene Frauen, die mit und ohne Kinder einen Zufluchtsort benötigen.

Die Auslastung der Frauenhäuser kann stark variieren. Weil das Angebot auch in Phasen geringerer Auslastung aufrechterhalten werden muss, kommt es zu grossen finanziellen Risiken für die gemeinnützigen Trägerschaften. Deshalb habe die Sicherheitsdirektion entschieden, diese Risiken künftig abzufedern, heisst es in der Mitteilung.

Dass die öffentliche Hand mehr investiert, ist auch eine Konsequenz aus der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Die Schweiz hat die Konvention im Jahr 2017 ratifiziert.