Das Naherholungsgebiet "Biswind" oberhalb der Zürcher Goldküstengemeinde Herrliberg soll nicht dem Siedlungsgebiet zugeschlagen werden. Ein lokales Komitee hat einen entsprechenden Appell an den Kantonsrat gerichtet, der ab dem 10. März den neuen Richtplan debattiert.

Antonia Baumann, Präsidentin des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Herrliberg, erläuterte am Mittwoch vor den Medien die Gründe für das Engagement, wie es in einer Mitteilung heisst. Das "Biswind"-Naherholungsgebiet sei von überregionaler Bedeutung. Zudem handle es sich um eine kantonsweit "einzigartige intakte Glaziallandschaft".

Andererseits habe das Gewerbe berechtigte Bedürfnisse, sagte Baumann. Für sie könnten allerdings im bestehenden Siedlungsgebiet Lösungen gefunden werden - namentlich im Rahmen der "angedachten" Umgestaltung des Dorfzentrums. Diskussionen und Planungen im Dorf hätten deutlich gemacht, dass eine bessere Integration des Gewerbes ins Dorfleben von der Bevölkerung gewünscht werde.

Dem Komitee "Für ein intaktes Naherholungsgebiet 'Biswind' in Herrliberg" gehören verschiedene Umweltorganisationen und Parteien an. Die Parlamentsdebatte über die Gesamtrevision des kantonalen Richtplans beginnt am 10. März und zieht sich voraussichtlich über fast den ganze Monat hin. Der Kantonsrat befasst sich mit mehr als 300 Änderungsanträgen zur regierungsrätlichen Vorlage.