Die Limmat wird zwischen dem Stauwehr in Zürich- Höngg und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen renaturiert und besser gegen Hochwasser geschützt. Der Kantonsrat hat am Montag mit 152:0 Stimmen einen Kredit von 6,8 Millionen Franken bewilligt. Im Verpflichtungskredit enthalten sind etwas mehr als 4,4 Millionen Franken aus der Kantons- und 2,4 Millionen Franken aus der Bundeskasse.

Total wird mit Kosten von 9,4 Millionen Franken gerechnet. Beiträge leisten auch die Stadt Zürich (1,3 Millionen), das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz (550'000 Franken) sowie WWF und Zürcher Kantonalbank (650'000 Franken).

Breite Unterstützung

Das Projekt wurde vorbehaltlos von allen Fraktionen unterstützt und erntete viel Lob. Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Hochwasserschutz genüge den heutigen Anforderungen nicht mehr, war sich der Rat einig. Das hohe Schadenrisiko bei einem Hochwasser verpflichte den Kanton zu handeln.

Auf einer Strecke von 1,8 Kilometern soll nun mit verschiedenen Massnahmen wie Dämmen und Mauern ein besserer Hochwasserschutz erreicht werden. Gleichzeitig werden mehr natürliche Lebensräume geschaffen und deren Erholungsattraktivität gesteigert. Die heutige Uferböschung wird durch ein breites Kiesufer ersetzt. Dieses ermöglicht den direkten Zugang zum Wasser.

Der bestehende Auenwald soll bei Hochwasser zum Ausgleichsbecken werden und so wieder seine natürliche Funktion als Biotop für Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Fische erfüllen.